Adresse: Stiftsbasilika St. Peter und Alexander, Stiftsgasse 5, 63739 Aschaffenburg | Ursprünge 10. Jahrhundert    | Baustil: ca. Im Kern Romanisch


Die Stiftsbasilika St. Peter und Alexander zählt zu den Wahrzeichen Aschaffenburgs. Ihre Geschichte begann nicht im diffusen Mittelalter, sondern ziemlich konkret: Bereits um 950 wurde hier gebaut, 974 taucht das Stift erstmals urkundlich auf und 982 fällt die Anlage nach dem Tod Herzog Ottos von Schwaben an das Erzstift Mainz. Das Langhaus entstand im 12. Jahrhundert, während der markante Turm um 1490 hinzukam. Und weil Baustellen schon damals nie wirklich endeten, erhielt die Kirche 1775 ihren barocken Hochaltar.

Im Inneren des Gotteshauses hängt Matthias Grünewalds „Beweinung Christi“ aus dem Jahr 1525. Es ist ein Werk, das auch 500 Jahre später noch gleichermaßen verstört und fasziniert. Schwer beschädigt im Zweiten Weltkrieg, wiederaufgebaut ab 1945 und schließlich 1958 zur Basilica minor erhoben, erzählt die Kirche Geschichten aus längst vergangenen Jahrhunderten.

Innenbesichtigung
Kostenlos
Täglich geöffnet
Wetterunabhängig
ÖPNV
Barrierefrei
Hunde erlaubt
Toiletten

Geschichtsinteressierte

Gut geeignet

Älteste Kirche Aschaffenburgs mit Wurzeln im 10. Jahrhundert, u.a. mit einem Werk von Matthias Grünewald.

Familien

Bedingt geeignet

Beeindruckender Innenraum, aber eine Barocktreppe mit Stufen führt zum Eingang.

Ruhesuchende

Gut geeignet

Ruhiger Kirchenraum mitten in der Altstadt.

Fotomotiv

Gut geeignet

Die Basilika auf dem Stiftsplatz mit vorgelagerter Barocktreppe ist ein zentrales Aschaffenburger Motiv.

Aktiv & Sport

Nicht geeignet

Kein Schwerpunkt dieses Ortes.

Nachtleben

Nicht geeignet

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Impressionen

Video Impressionen von der Stiftsbasilika Aschaffenburg

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Bild Impressionen von der Stiftsbasilika Aschaffenburg


Anfahrt und Lage der Stiftsbasilika St. Peter und Alexander

Die Stiftsbasilika St. Peter und Alexander steht hoch über der Aschaffenburger Altstadt, auf einem markanten Geländesporn der Oberstadt. Wer sich der Kirche nähert, merkt schnell, dass dieser Standort seit Jahrhunderten mehr ist als reine Topografie. Von der erhöhten Lage aus überblickt die Basilika die historische Innenstadt und den alten Mainübergang, der bereits im Mittelalter ein wichtiger Verkehrs- und Handelsweg war.

Eingebettet zwischen Stiftsplatz, Stiftsgasse und den historischen Stiftsgebäuden bildet die Kirche bis heute das geistige und städtebauliche Zentrum des alten Aschaffenburgs. Besucher erreichen sie über die breite barocke Freitreppe am Stiftsplatz oder durch die schmale, historisch geprägte Stiftsgasse. Direkt in der Nachbarschaft befinden sich das Schloss Johannisburg und das Stiftsmuseum.

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Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Die Stiftsbasilika St. Peter und Alexander in Aschaffenburg liegt zentral in der Altstadt am Stiftsplatz. Sie ist bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen.

  • Bahn: Ab Aschaffenburg Hauptbahnhof sind es zu Fuß etwa 15 Minuten bis zur Basilika. Der Weg führt durch die Innenstadt und ist gut ausgeschildert.
  • Bus: Mehrere Stadtbuslinien fahren vom Hauptbahnhof/ROB in Richtung Innenstadt. Geeignete Ausstiegshaltestellen sind z. B. „Löherstraße“ oder „Freihofsplatz“. Von dort sind es nur noch etwa 2–5 Minuten Fußweg bis zur Basilika.

Parkmöglichkeiten rund um die Stiftsbasilika St. Peter und Alexander

Für Besucher, die mit dem Auto anreisen, stehen rund um die Stiftsbasilika St. Peter und Alexander mehrere Parkhäuser und öffentliche Parkplätze in fußläufiger Entfernung zur Verfügung.

  • Tiefgarage Theaterplatz, Dalbergstraße 18, ca. 3–4 Minuten Gehzeit, 24 Stunden geöffnet – gehört zu den nächstgelegenen Parkmöglichkeiten zur Basilika.
  • Parkhaus Löhergraben, Löherstraße 21, rund 5 Minuten Gehzeit, innenstadtnah und fußläufig bequem erreichbar.
  • Tiefgarage Alexandrastraße, Alexandrastraße 3, ca. 6–7 Minuten Gehzeit, zentral gelegen und häufig als gute Innenstadtoption empfohlen.

Öffnungszeiten und Besichtigungen

Die Kirche ist grundsätzlich täglich geöffnet und kann außerhalb von Gottesdiensten frei besichtigt werden. Die regulären Öffnungszeiten richten sich nach der Jahreszeit:

Stiftsbasilika St. Peter und Alexander – Öffnungszeiten

  • Sommerzeit: täglich von 08:00 bis 18:00 Uhr
  • Winterzeit: täglich von 09:00 bis 17:00 Uhr

Der Eintritt in die Basilika ist frei. Da regelmäßig Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen stattfinden, können einzelne Bereiche zeitweise eingeschränkt zugänglich sein.

Stiftsbasilika St. Peter und Alexander mit Stiftsbrunnen

Stiftsbasilika St. Peter und Alexander mit Stiftsbrunnen

Besichtigungen und Stiftsschatz

Direkt an die Basilika angeschlossen ist der mittelalterliche Stiftsschatz mit dem Stiftsmuseum. Dort werden bedeutende sakrale Kunstwerke, Reliquien und historische Objekte präsentiert. Der Museumsbereich ist separat organisiert und hat eigene Öffnungszeiten:

  • Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen: 11:00 bis 17:00 Uhr
  • Montag geschlossen

Führungen durch die Stiftsbasilika St. Peter und Alexander

Führungen durch das Gotteshaus werden angeboten. Dabei ist zwischen Gruppenführungen und öffentlich buchbaren Führungen zu unterscheiden:

  • Erwachsenen- und Gruppenführungen können über die Tourist-Information in Aschaffenburg gebucht werden. Die Führungen dauern etwa 90 Minuten und richten sich an Gruppen bis maximal 25 Personen. Ansprechpartner ist die Tourist-Information Aschaffenburg.
  • Führungen für Schulklassen, Familien und Kindergruppen werden über das Führungsnetz beziehungsweise den Museumspädagogischen Dienst der Volkshochschule organisiert. Ansprechpartner ist das Führungsnetz der VHS Aschaffenburg.

Stadtführung mit der Stiftsbasilika St. Peter und Alexander als Bestandteil

Unsere selbstgeführte Tour mit der Stiftsbasilika Aschaffenburg

Die Stiftsbasilika St. Peter und Alexander zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Aschaffenburgs und zu den wichtigsten Sakralbauten Unterfrankens. Eine Besichtigung des Gotteshauses ist fest in den Tourenplan unserer Online Stadtführung in Aschaffenburg integriert. Neben der Basilika stehen weitere Attraktionen wie die Metzgergasse, der Park Schönbusch mit dem gleichnamigen Schloss, das Schloss Johannisburg, das Pompejanum und der Park Schöntal auf dem Programm.

Bild vom Pompejanum Aschaffenburg
Bild vom Schloss Johannisburg
Bild vom Park Schöntal
Bild der Stiftsbasilika Aschaffenburg
Bild der Metzgergasse Aschaffenburg
Bild vom Schloss und Park Schönbusch

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Geführte Touren mit der Stiftsbasilika St. Peter und Alexander

Falls Sie daran interessiert sind, die Stiftsbasilika St. Peter und Alexander in Aschaffenburg in Begleitung eines Tourguides zu erkunden, könnten die folgenden Touren eine spannende Option für Sie sein.

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FAQ – häufige Fragen zur Stiftsbasilika St. Peter und Alexander

  • Was macht die Stiftsbasilika St. Peter und Alexander so besonders?

    Die Basilika zählt zu den ältesten Kirchen Aschaffenburgs und blickt auf mehr als 1.000 Jahre Geschichte zurück. Sie vereint romanische, gotische und spätere Baustile in einem außergewöhnlichen Bauensemble.

  • Seit wann gibt es die Stiftsbasilika?

    Die Ursprünge reichen bis in das Jahr 950 zurück. Das heutige Bauwerk entstand über mehrere Jahrhunderte hinweg und wurde immer wieder erweitert und umgestaltet.

  • Warum trägt die Kirche den Titel „Basilika“?

    Den Ehrentitel „Basilica minor“ erhielt die Kirche im Jahr 1958 durch Papst Papst Pius XII. Dieser Titel wird nur Kirchen mit besonderer historischer, spiritueller oder kultureller Bedeutung verliehen.

  • Welche Kunstwerke sollte man in der Basilika unbedingt sehen?

    Zu den bekanntesten Kunstschätzen gehören das ottonische Triumphkreuz aus dem 10. Jahrhundert sowie die berühmte „Beweinung Christi“ aus dem Jahr 1525 von Matthias Grünewald.

  • Gibt es einen Kreuzgang in der Stiftsbasilika?

    Ja, der spätromanische Kreuzgang aus dem 13. Jahrhundert gehört zu den Highlights der Anlage. Bekannt sind seine reich verzierten Kapitelle und die historische Atmosphäre.

  • Ist der Eintritt in die Basilika kostenpflichtig?

    Der Besuch der Basilika selbst ist kostenlos. Für den angrenzenden Stiftsschatz beziehungsweise für den Museumsbereich gelten eigene Eintrittspreise.

  • Wie viel Zeit sollte man für einen Besuch einplanen?

    Für die Basilika allein reichen 30 bis 45 Minuten aus. Wer zusätzlich Kreuzgang und Stiftsschatz besucht, sollte eher 1,5 bis 2 Stunden einplanen.

  • Welche Baustile prägen die Kirche?

    Die Architektur verbindet vor allem romanische und frühgotische Elemente. Durch spätere Umbauten finden sich zusätzlich Einflüsse aus Renaissance, Barock und Neugotik.


Übernachten in Aschaffenburg rund um die Stiftsbasilika St. Peter und Alexander

In der Umgebung der Stiftsbasilika St. Peter und Alexander gibt es zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten. Das Spektrum reicht von preiswerten Stadthotels bis hin zu komfortablen Häusern im gehobenen Segment. Die meisten Unterkünfte befinden sich in der Altstadt oder rund um den Hauptbahnhof und sind fußläufig von der Basilika erreichbar.


 


  • Nur wenige Gehminuten von der Stiftsbasilika entfernt verbindet das traditionsreiche Hotel Wilder Mann (*) klassischen Charme mit einer zentralen Lage nahe dem Mainufer und der Altstadt. Gäste schätzen besonders die großzügigen Zimmer, das umfangreiche Frühstücksbuffet und die gute Erreichbarkeit vieler Sehenswürdigkeiten. Preis ab etwa 95 Euro/Nacht.
  • Das familiengeführte Hotel Zum Goldenen Ochsen (*) liegt ruhig zwischen Schlossgarten, Altstadt und Bahnhof und zählt zu den beliebtesten Unterkünften in Aschaffenburg. Die Zimmer sind modern eingerichtet, freundlich gestaltet und bieten eine angenehme Mischung aus Komfort und klassischem Hotelcharakter. Preis ab etwa 90 Euro/Nacht.
  • Mitten in der Altstadt und nur wenige Minuten von der Basilika entfernt liegt das Hotel Dalberg (*). Die Zimmer sind modern ausgestattet und verfügen teilweise über Blick auf die historische Umgebung. Das Hotel vrfügt über ein Restaurant, Frühstücksangebote und klimatisierte Zimmer. Preis ab etwa 120 Euro/Nacht.
  • Das zentral gelegene City-Hotel Aschaffenburg (*) richtet sich an Reisende, die Wert auf eine unkomplizierte Unterkunft mit kurzen Wegen legen. Die Zimmer sind modern und funktional eingerichtet. Gäste schätzen die Kombination aus ruhiger Lage und Stadtnähe. Dank unterschiedlicher Zimmerkategorien eignet sich das Haus sowohl für Alleinreisende als auch für Familien oder Paare. Preis ab etwa 90 Euro/Nacht.
  • Direkt am Hauptbahnhof gelegen, überzeugt das Trip Inn Hotel Aschaffenburger Hof (*) vor allem durch seine praktische Lage und die gute Verkehrsanbindung. Die Zimmer sind funktional eingerichtet und bieten modernen Standard mit komfortablen Betten, WLAN und Arbeitsbereichen. Preis ab etwa 95 Euro/Nacht.
  • Modern, funktional und zentral – das ibis Styles (*) gehört zu den neueren Hotels der Stadt und richtet sich besonders an Gäste, die modernes Design und unkomplizierten Komfort bevorzugen. Die Unterkunft liegt nahe Hauptbahnhof und Innenstadt; bis zur Basilika sind es rund zehn Gehminuten. Preis ab etwa 85 Euro/Nacht.

Stiftsbasilika St. Peter und Alexander – Besonderheiten und Wissenswertes

Wer die Stiftsbasilika St. Peter und Alexander in Aschaffenburg besucht, wird von ihren romanischen und gotischen Architekturelementen in den Bann gezogen. Das Gotteshaus überrascht mit einer seltenen Mischung aus Gravität und Gelassenheit. Allein das Baumaterial setzt Akzente. Es handelt sich um roten Sandstein – das Baumaterial, aus dem große Teile von Aschaffenburgs Altstadt errichtet wurden. Während anderswo Kirchen himmelwärts streben, wirkt die Basilika geerdet. Schwer und unverrückbar.

Im Inneren der Kirche zeigt sich eine Besonderheit, die leicht unterschätzt wird: Proportionen. Die Räume wirken groß, aber nicht einschüchternd, monumental, ohne größenwahnsinnig zu werden. Das Licht fällt gedämpft durch die Fenster, wandert über Steinflächen und schafft etwas, das man in moderner Architektur oft vergeblich sucht: Atmosphäre.

Eine weitere Besonderheit der Stiftsbasilika St. Peter und Alexander ist die opulente Ausstattung mit Kunst. Besonders deutlich wird das bei Matthias Grünewalds Gemälde „Beweinung Christi“ aus dem Jahr 1525. Das Bild zieht den Blick an wie ein Magnet, nicht, weil es dekorativ wäre, sondern weil es unbequem ist. Die Darstellung zeigt Schmerz, Trauer und Körperlichkeit gleichzeitig. Selbst Besucher, die normalerweise in einem Museum nach zehn Minuten Richtung Café driften, verweilen hier länger als geplant.

Zahlreiche Details der Basilika erschließen sich den Besuchern erst auf den zweiten Blick. Säulenkapitelle mit fein gearbeiteten Ornamenten wechseln sich ab mit Altären, die weniger Kulisse als Ausdruck religiöser Symbolik sind. Zum Nachdenken regen detaillierte Steinmetzarbeiten an, die zeigen, wie viel Geduld Menschen einmal in Dinge investierten, die nicht spätestens nach drei Jahren ersetzt werden sollten.

Eine letzte Besonderheit des Gotteshauses ist die Akustik. Selbst leise Schritte entwickeln Präsenz. Orgelmusik wird hier nicht einfach abgespielt, sondern präsentiert. Wer ein Konzert oder eine geistliche Aufführung erlebt, merkt schnell, dass Architektur auch Klang formen kann.

Langschiff und Hochaltar der Stiftskirche Aschaffenburg

Langschiff mit Hochaltar der Stiftskirche Aschaffenburg

Historisches und Geschichte zur Stiftsbasilika St. Peter und Alexander

Die Geschichte der Stiftsbasilika St. Peter und Alexander mit einem Hügel über dem Main und der Entscheidung einiger Adeliger des 10. Jahrhunderts, genau dort ein geistliches Machtzentrum zu errichten. Die Ursprünge des Gotteshauses reichen zurück in die Zeit um 950. Damals begann auf dem heutigen Stiftsberg die Entwicklung jener Anlage, die später zu einem der wichtigsten kirchlichen Zentren am Untermain werden sollte. Urkundlich erwähnt wird das Stift erstmals im Jahr 974, als Kaiser Otto II. Besitzungen und Rechte bestätigte.

Das Stift entwickelte wirtschaftliche und politische Bedeutung, sammelte Besitz, Rechte und Einfluss. Nach dem Tod Herzog Ottos von Schwaben fiel Aschaffenburg im Jahr 982 an das Erzstift Mainz – ein Machtwechsel, der die weitere Entwicklung der Stadt und der Kirche über Jahrhunderte prägen sollte. Fortan war die Kirche nicht nur ein religiöser Ort, sondern ein sichtbares Symbol Mainzer Herrschaft am Main.

Wie fast alle bedeutenden Bauwerke des Mittelalters wurde die Basilika in Aschaffenburg nicht in einem fest eingegrenzten Bauabschnitt errichtet. Sie wurde im Verlauf der Jahrhunderte ergänzt, erweitert, umgebaut. Im 12. Jahrhundert entstand das romanische Langhaus, im frühen 13. Jahrhundert kamen Querhaus und Chor hinzu, später folgten weitere Umbauten und Ergänzungen. Das Gebäude wurde damit zu einer Art steingewordenem Archiv: Jede Generation hinterließ ihre Handschrift, ohne die vorherige vollständig zu löschen.

Mit der zunehmenden Bedeutung als Zweitsitz der Mainzer Erzbischöfe gewann auch das Stift an Gewicht. Geistliche Macht konzentrierte sich hier ebenso wie Besitz. Zeitweise gehörten dem Stift zahlreiche Pfarreien, Weinberge, Mühlen und Höfe. Bis zu 28 Kanoniker lebten in seiner Blütezeit in der Anlage. Doch Geschichte verläuft selten geradlinig. Reformation, politische Umbrüche und die Säkularisation trafen auch die Stiftskirche. 1803 wurde das Kollegiatstift aufgelöst. Damit endete eine Institution, die fast ein Jahrtausend lang den Alltag der Stadt mitbestimmt hatte.

Der schwerste Einschnitt kam im 20. Jahrhundert. Im Frühjahr 1945 beschädigten Artilleriebeschuss und Kriegseinwirkungen große Teile des Bauwerks. Dass die Basilika heute wieder als geschlossenes Ensemble wirkt, verdankt sie jahrzehntelangem Wiederaufbau. 1958 wurde die Kirche schließlich in den Rang einer „Basilica minor“ erhoben und erhielt mit diesem Akt einen Titel mit hoher religiöser Symbolkraft.

Südliches Seitenschiff der Stiftsbasilika Aschaffenburg

Südliches Seitenschiff der Stiftsbasilika Aschaffenburg

Sehenswertes und Interessantes in direkter Nähe zur Stiftsbasilika St. Peter und Alexander

Wer die Stiftsbasilika St. Peter und Alexander verlässt, steht mitten in einem historischen Bauwerksensemble. Kunst, Religion und Stadtgeschichte liege in Aschaffenburg nur wenige Schritte auseinander. Fünf Orte verdienen besondere Aufmerksamkeit.

  • Nur wenige Gehminuten von der Basilika entfernt erhebt sich Schloss Johannisburg über dem Main. Der Renaissancebau aus rotem Sandstein wurde zwischen 1605 und 1614 errichtet und wirkt weniger verspielt als andere Bauwerke aus dieser Zeit. Besonders eindrucksvoll: die schiere Präsenz. Wer auf dem Schlossplatz steht, versteht schnell, warum Aschaffenburg jahrhundertelang Residenzstadt war.
  • Direkt neben der Basilika befindet sich das Stiftsmuseum. Es ist der perfekte Aufenthaltsort für alle, die nach dem Kirchenbesuch mehr wollen als einen schnellen Blick in den Souvenirshop. Sakrale Kunst, Skulpturen und kirchliche Schätze erzählen hier weniger von trockener Kunstgeschichte als von der Frage, wie Menschen über Jahrhunderte Glauben sichtbar machen wollten.
  • Ein paar Minuten zu Fuß mainabwärts wartet eine der ungewöhnlichsten Attraktionen Aschaffenburgs: das Pompejanum. Dabei handelt es sich um den originalgetreuen Nachbau einer römischen Villa, allerdings in Unterfranken. Zwischen Atrium, Säulen und Innenhof fühlen sich die Besucher in das antike Pompeji versetzt, bevor die Stadt im Jahr 79 n. Chr. unter den Lava- und Aschemassen des Vesuvs begraben wurde.
  • Geschichte zum Anfassen erwartet die Besucher in den Gassen der Aschaffenburger Altstadt, die sich rund um die Basilika erstrecken. Die Fachwerkhäuser in der Metzgergasse und der Kleinen Metzgergasse stehen symbolisch für das mittelalterliche Treiben in der unterfränkischen Stadt. Es handelt sich nicht um eine Freilichtkulisse, sondern um gewachsene Stadtstrukturen.
  • Wer nach rotem Sandstein, Kirchentürmen und historischen Fassaden genug Geschichte konsumiert hat, landet irgendwann im Park Schöntal. Nur wenige Gehminuten von der Stiftsbasilika entfernt beginnt hier eine andere Version von Aschaffenburg. Der Schöntalpark ist kein streng geometrischer Schlossgarten, sondern eine gewachsene Mischung aus Landschaftspark, Spazierrevier und innerstädtischem Rückzugsort.

Cafés und Restaurants in der Nähe der Stiftsbasilika St. Peter und Alexander

Wer nach dem Besuch der Stiftsbasilika einkehren möchte, findet in der Umgebung eine vielfältige Auswahl an Restaurants und Cafés. Neben regionalen Spezialitäten werden dort auch saisonale sowie nationale und internationale Gerichte angeboten. Vegetarische und vegane Speisen ergänzen das Angebot.

  • Omas Kochtopf Restaurant & Biergarten
    Der Name verspricht Hausmannskost und genau dieses Versprechen wird eingehalten. Das Restaurant verbindet familiäre Wärme mit klassischer Wirtshausküche und ergänzt diese durch einen urigen Biergarten.
    Adresse: Omas Kochtopf Restaurant & Biergarten, Löherstraße 27, 63739 Aschaffenburg | in Google Maps ansehen ->
  • Der Biersepp
    Ein Wirtshaus wie aus einem fränkischen Bilderbuch – nur wenige Schritte von der Stiftsbasilika entfernt und tief verwurzelt in der Aschaffenburger Altstadt. Zwischen Holztischen, Bierkultur und regionalen Rezepturen entfaltet sich hier eine Küche, die Bodenständigkeit nicht als Einschränkung, sondern als Qualität versteht.
    Adresse: Der Biersepp, Schloßgasse 10, 63739 Aschaffenburg | in Google Maps ansehen ->
  • Wirtshaus – Zum Fegerer
    Fränkische Gastlichkeit trifft hier auf Altstadtcharme. Das traditionsreiche Haus gehört zu jenen Orten, die man weniger besucht als vielmehr erlebt: dunkles Holz, lebendige Gespräche und Gerichte, die ihre Herkunft nicht verstecken.
    Adresse: Wirtshaus – Zum Fegerer, Schloßgasse 14, 63739 Aschaffenburg | in Google Maps ansehen ->
  • Wurstbendel Wirtshaus
    Rustikal, lebendig und mit einem deutlichen Hang zur regionalen Küche präsentiert sich dieses Wirtshaus im Herzen der Innenstadt. Brezeln, Biergerichte und kreative Neuinterpretationen regionaler Klassiker schaffen eine Brücke zwischen Tradition und Gegenwart.
    Adresse: Wurstbendel Wirtshaus, Herstallstraße 3, 63739 Aschaffenburg | in Google Maps ansehen ->
  • Fräulein Liese
    Modern, klein und voller Detailverliebtheit: Dieses Café wirkt wie ein ruhiger Gegenpol zum hektischen Treiben in der Altstadt. Die Küche setzt auf frische Zutaten, kreative Frühstücksvarianten und gesunde Gerichte. Die Lage unweit der Basilika macht das Café zum idealen Zwischenstopp nach einem Rundgang durch die Altstadt.
    Adresse: Fräulein Liese, Pfaffengasse 4, 63739 Aschaffenburg | in Google Maps ansehen ->
  • Café Caro in Aschaffenburg
    Ein Café mit Wohnzimmercharakter und der seltenen Fähigkeit, gleichzeitig lebendig und entschleunigt zu wirken. Frühstücke, Kuchen und Kaffeespezialitäten stehen im Mittelpunkt – aber mindestens genauso wichtig ist das Gefühl, hier einfach bleiben zu können.
    Adresse: Café Caro, Pfaffengasse 18, 63739 Aschaffenburg | in Google Maps ansehen ->

Die Top-Sehenswürdigkeiten in Aschaffenburg im Überblick

Aschaffenburg verbindet historische Architektur, barocke Gartenkunst und entspannte Grünanlagen auf engem Raum. Zu den eindrucksvollsten Wahrzeichen gehört das Pompejanum, ein idealisiertes Abbild einer römischen Villa mit Blick über den Main. Im Zentrum prägt das mächtige Schloss Johannisburg die Stadtsilhouette und erinnert an die Bedeutung Aschaffenburgs als ehemalige Residenzstadt. Rundherum lädt die Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen zum Entdecken ein. Wer Natur sucht, findet im Park Schöntal ruhige Wege und gepflegte Blumenanlagen. Etwas außerhalb lädt der weitläufige Park Schönbusch mit dem dazugehörigen Schloss Schönbusch zu einem Bummel ein.


Pompejanum Aschaffenburg

Pompejanum Aschaffenburg

Am Hochufer des Mains thront im Schlossgarten ein Bauwerk, das Betrachter wohl eher im antiken römischen Reich verorten würden, als im nördlichen Bayern: Das Popejanum. Es handelt sich bei dem ungewöhnlichen Bauwerk jedoch nicht um eine antike Ruine, sondern um ein ungewöhnliches Experiment des 19. Jahrhunderts. König Ludwig I. von Bayern ließ die Villa zwischen 1840 und 1848 nach dem Vorbild eines Wohnhauses in Pompeji errichten.


Schloss Johannisburg

Schloss Johannisburg

Das Schloss Johannisburg in Aschaffenburg zählt zu den bedeutendsten Schlossanlagen der deutschen Renaissance und ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der unterfränkischen Stadt. Das mächtige Bauwerk aus rotem Sandstein prägt seit mehr als 400 Jahren das Stadtbild. Errichtet wurde das Schloss zwischen 1605 und 1614 im Auftrag des Mainzer Kurfürsten und Erzbischofs Johann Schweikhard von Kronberg.


Park Schöntal

Park Schöntal

Mitten in Aschaffenburg, nur wenige Schritte vom geschäftigen Treiben der Innenstadt entfernt, liegt eine Oase der Ruhe. Der Park Schöntal wirkt wie ein Gegenentwurf zur lärmenden Innenstadt. Wo heute Spaziergänger zwischen alten Bäumen flanieren, Kinder Enten füttern und Jogger ihre Runden drehen, befand sich einst ein Tal vor den Toren der Stadt. Wer Schöntal besucht, darf keine spektakulären Attraktionen erwarten.


Metzgergasse Aschaffenburg

Metzgergasse Aschaffenburg

Von historischen Stadtkernen mit windschiefen Fachwerkhäusern geht eine große Faszination aus. Das gilt im Besonderen für die Metzgergasse und die Kleine Metzgergasse im Herzen der Aschaffenburger Altstadt. Hervorragend erhaltene Fachwerkhäuser mit hervorspringenden Giebeln und Satteldächern drängen sich in den Gassen aneinander. Ihre dunklen Holzbalken und sandsteinfarbenen Fassaden erzählen von einer Zeit, als das Leben in der unterfränkischen Stadt noch von Handwerkern, Händlern und Zünften bestimmt wurde.


Schloss und Park Schönbusch

Schloss und Park Schönbusch

Der Park Schönbusch mit dem gleichnamigen Schloss ist eine grüne Oase in Aschaffenburg. Der 160 Hektar große Landschaftspark punktet mit geschwungene Wegen, Wasserflächen, Wiesen und einem wundervollen Gemäuer. Das klassizistische Gartenschloss wurde zwischen 1778 und 1782 erbaut und strahlt mit seiner pastellfarbenen Fassade noch heute zeitlose Eleganz aus.


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zuletzt aktualisiert am 15. September 2026