Adresse: Pompejanum, Pompejanumstraße 5, 63739 Aschaffenburg | Erbaut: 1840 bis 1848    | Maßstab: 1:1


Am Hochufer des Mains thront im Schlossgarten ein Bauwerk, das Betrachter wohl eher im antiken römischen Reich verorten würden, als im nördlichen Bayern: Das Popejanum. Es handelt sich bei dem ungewöhnlichen Bauwerk jedoch nicht um eine antike Ruine, sondern um ein ungewöhnliches Experiment des 19. Jahrhunderts. König Ludwig I. von Bayern ließ die Villa zwischen 1840 und 1848 nach dem Vorbild eines Wohnhauses in Pompeji errichten. Die römische Stadt wurde bei einem Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. unter Asche begraben und überdauerte die Jahrhunderte wie in einer versiegelten Zeitkapsel.

Anders als zahlreiche historische Rekonstruktionen setzt das Pompejanum nicht auf monumentale Größe, sondern auf Ambiente. Innenhöfe, Wandmalereien und detailverliebte Dekorationen vermitteln einen Eindruck davon, wie wohlhabende Römer einst lebten, wohnten und sich in der Öffentlichkeit präsentierten. Ein Besuch im Pompejanum gleicht damit einer Begegnung mit dem Alltag einer längst untergegangenen Welt.

Innenbesichtigung
Kostenlos
Täglich geöffnet
Wetterunabhängig
ÖPNV
Barrierefrei
Hunde erlaubt
Toiletten

Geschichtsinteressierte

Gut geeignet

Idealtypischer Nachbau eines römischen Wohnhauses, 1840–1848 von König Ludwig I. errichtet.

Familien

Gut geeignet

Kostenlose Kinderführung per Smartphone macht den Besuch auch für Kinder spannend.

Ruhesuchende

Gut geeignet

Ruhiger, weniger überlaufener Ort als die Aschaffenburger Innenstadt.

Fotomotiv

Gut geeignet

Der Aussichtspavillon im 2. Stock bietet einen mediterran anmutenden Blick über Main und Weinberge.

Aktiv & Sport

Nicht geeignet

Kein Schwerpunkt dieses Ortes.

Nachtleben

Nicht geeignet

Nur tagsüber geöffnet, kein Ausgehziel.


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Entscheiden Sie, welche Themen Ihr Interesse wecken.


Impressionen

Video Impressionen vom Pompejanum

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Bild Impressionen vom Pompejanum


Anfahrt und Lage des Pompejanums

Das Pompejanum erhebt sich auf einer Anhöhe oberhalb des Mains am Rand der Aschaffenburger Innenstadt. Von hier öffnet sich der Blick über den Fluss, die Uferlandschaften und Teile der Stadt. Die Anlage befindet sich innerhalb des weitläufigen Schlossparks, der sanft zum Main hin abfällt. Unweit des Pompejanums steht das eindrucksvolle Schloss Johannisburg, eines der bekanntesten Wahrzeichen von Aschaffenburg. Zusammen prägen beide Bauwerke das Stadtbild am Flussufer.

Natur, Geschichte und Architektur verschmelzen dank der außergewöhnlichen Lage des Pompejanums zu einer Einheit. Bedingt durch die Nähe zum Wasser und die offene Aussicht wirkt der Ort weitläufig. Gleichzeitig sorgt die gekonnte Einbettung in die Parklandschaft für eine ruhige Atmosphäre, obwohl das quirlige Stadtzentrum Aschaffenburgs nur wenige Gehminuten entfernt liegt.

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Weitere Informationen

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Das Pompejanum in Aschaffenburg verfügt über eine hervorragende Verkehrsanbindung und lässt sich bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Vom Hauptbahnhof ist die Anlage sogar problemlos zu Fuß erreichbar.

  • Bahn: Mit Regional- und Fernzügen bis zum Bahnhof Aschaffenburg. Von dort führt ein etwa 10- bis 20-minütiger Spaziergang durch die Innenstadt und entlang des Mainufers direkt zum Pompejanum.
  • Stadtbus: Mehrere Buslinien fahren in die Nähe des Pompejanums. Die nächstgelegene Haltestelle ist „Pompejanumstraße“. Von dort sind es nur wenige Minuten Fußweg bis zum Eingang. Zu den dort verkehrenden Linien gehören unter anderem die Busse 50, 53 und 58.

Parkmöglichkeiten rund um das Pompejanum

Für Besucher, die mit dem Auto anreisen, stehen rund um das Pompejanum mehrere Parkmöglichkeiten zur Verfügung.

  • Tiefgarage Stadthalle, Treibgasse, ca. 5–7 Minuten Gehzeit zum Pompejanum, 24 Stunden geöffnet. Die Tiefgarage liegt direkt am Schlossplatz.
  • Mertenberger Parkplatz, Schloßplatz 7, ca. 5 Minuten Gehzeit, 24 Stunden zugänglich. Besonders praktisch für Besucher, die möglichst nah am Schlossbereich parken möchten.
  • Parkhaus Luitpoldstraße APCOA, Luitpoldstraße 9, etwa 8–10 Minuten Fußweg zum Pompejanum, 24 Stunden geöffnet.
  • Tiefgarage Theaterplatz, Dalbergstraße 18, rund 10 Minuten Gehzeit, 24 Stunden geöffnet. Von hier aus erreicht man sowohl die Altstadt als auch das Pompejanum bequem zu Fuß.

Öffnungszeiten und Besichtigungen

Für einen Besuch des Pompejanums sollten Besucher die saisonalen Öffnungszeiten beachten. Die Anlage ist nicht ganzjährig geöffnet, sondern empfängt Gäste in der Regel von Ende März bis Ende Oktober. Die regulären Öffnungszeiten gelten während der Besuchssaison von Frühjahr bis Herbst:

Pompejanum – Öffnungszeiten

  • 28. bis 31. März: Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 16:00 Uhr (letzter Einlass 15:30 Uhr)
  • April bis 3. Oktober: Dienstag bis Sonntag von 9:00 bis 18:00 Uhr (letzter Einlass 17:30 Uhr)
  • 4. bis 31. Oktober: Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 16:00 Uhr (letzter Einlass 15:30 Uhr)
  • Montags geschlossen (Ausnahmen gelten an einzelnen Feiertagen wie Ostermontag, dem 1. Mai, Pfingstmontag, Mariä Himmelfahrt und dem Tag der Deutschen Einheit)
  • Von November bis 27. März bleibt das Pompejanum geschlossen.
Pompejanum Aschaffenburg

Pompejanum Aschaffenburg

Führungen durch das Pompejanum

Für Besucher werden Führungen durch das Pompejanum angeboten. Darüber hinaus finden regelmäßig Themenführungen und Sonderveranstaltungen statt. So werden beispielsweise Führungen unter Titeln wie „Das römische Haus“ im Veranstaltungskalender angekündigt. Die Führungen für Gruppen werden vom Führungsnetz Aschaffenburg durchgeführt. Angeboten werden Führungen für Erwachsene und Kinder sowie auf Wunsch auch in mehreren Fremdsprachen.

Aktuelle Termine für öffentliche Führungen werden im Veranstaltungskalender der Stadt Aschaffenburg und auf den Internetseiten der Bayerischen Schlösserverwaltung veröffentlicht. Termine und Themen variieren je nach Saison.


Stadtführung mit dem Pompejanum als Bestandteil

Unsere selbstgeführte Tour mit dem Pompejanum

Das Pompejanum zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Aschaffenburgs
.
Ein Besuch des nach antikem Vorbild errichteten Wohnhauses ist ein zentraler Bestandteil unserer Online-Stadtführung. Neben dieser Attraktion führt die Route zu weiteren Sehenswürdigkeiten wie der Stiftsbasilika St. Peter und Alexander, in die Metzgergasse, in den Park Schönbusch mit dem gleichnamigen Schloss, zum Schloss Johannisburg und in den Park Schöntal.

Bild vom Pompejanum Aschaffenburg
Bild vom Schloss Johannisburg
Bild vom Park Schöntal
Bild der Stiftsbasilika Aschaffenburg
Bild der Metzgergasse Aschaffenburg
Bild vom Schloss und Park Schönbusch

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Weitere Informationen

FAQ – häufige Fragen zum Pompejanum in Aschaffenburg

  • Was ist das Pompejanum?

    Das Pompejanum ist ein idealisierter Nachbau eines römischen Wohnhauses aus Pompeji und gilt als weltweit einzigartig. Es wurde zwischen 1840 und 1848 im Auftrag von König Ludwig I. errichtet, um die antike Wohnkultur anschaulich zu darzustellen.

  • Warum wurde das Pompejanum in Aschaffenburg gebaut?

    König Ludwig I. war von den Ausgrabungen in Pompeji begeistert und wollte ein begehbares Modell eines römischen Hauses schaffen. Es sollte der Bildung und dem Studium der Antike dienen, nicht als königliche Residenz.

  • Welchem antiken Vorbild folgt das Gebäude?

    Das Pompejanum orientiert sich an der Casa dei Dioscuri (Haus der Dioskuren) in Pompeji. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine exakte Kopie, sondern um eine idealisierte Rekonstruktion.

  • Welche Räume können Besucher im Pompejanum besichtigen?

    Zu sehen sind unter anderem das Atrium, Wohn- und Schlafräume, Speisezimmer, die Küche sowie ein begrünter Innenhof. Die Raumgestaltung vermittelt einen authentischen Eindruck vom Leben wohlhabender Römer.

  • Gibt es im Pompejanum originale antike Exponate?

    Ja, seit 1994 werden dort originale römische Kunstwerke und Alltagsgegenstände aus staatlichen Sammlungen ausgestellt. Dazu gehören Skulpturen, Bronzen, Gläser und weitere Fundstücke aus der Antike.

  • Was macht die Wandmalereien und Mosaike besonders?

    Die Wandmalereien und Mosaikböden wurden nach antiken Vorbildern gestaltet oder rekonstruiert. Dadurch entsteht ein sehr realistischer Eindruck von der römischen Wohnkultur.

  • Kann man im Pompejanum etwas über das Alltagsleben der Römer lernen?

    Ja, die Ausstellung zeigt nicht nur Kunstwerke, sondern auch zahlreiche Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens. Besucher erhalten spannende Einblicke in Wohnen, Essen und Freizeit im antiken Rom.

  • Für wen ist ein Besuch des Pompejanums besonders interessant?

    Das Pompejanum eignet sich für alle, die sich für die Antike, Archäologie, Architektur oder Geschichte interessieren. Die begehbare Rekonstruktion vermittlt einen authentischen Eindruck von der römischen Kultur.


Übernachten in Aschaffenburg rund um das Pompejanum

In der Umgebung des Pompejanums in Aschaffenburg gibt es zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten. Die meisten Unterkünfte befinden sich in der historischen Innenstadt oder in unmittelbarer Nähe zum Schloss Johannisburg.


 


  • Das Hotel Zum Goldenen Ochsen am Schlossgarten (*) liegt direkt am Schlosspark und zählt zu den besten Adressen für Besucher der Sehenswürdigkeit. Das familiengeführte Drei-Sterne-Hotel überzeugt mir einer hervorragenden Lage zwischen Altstadt, Schloss Johannisburg und Hauptbahnhof. Die modern eingerichteten Zimmer verfügen über WLAN, komfortable Betten und ein eigenes Bad. Preis ab etwa 75 Euro pro Nacht.
  • Das Hotel Dalberg (*) befindet sich mitten in der Altstadt und steht nur wenige Gehminuten vom Pompejanum entfernt. Das Vier-Sterne-Hotel verfügt über klimatisierte Zimmer mit modernem Design, kostenfreiem WLAN sowie schallisolierten Fenstern. Preis ab etwa 120 Euro pro Nacht.
  • Gegenüber dem Hauptbahnhof und rund zehn Gehminuten vom Pompejanum entfernt liegt das City-Hotel Aschaffenburg (*). Die Zimmer sind funktional und modern ausgestattet und verfügen über kostenfreies WLAN sowie TV. Besonders praktisch ist die direkte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Preis ab etwa 90 Euro pro Nacht.
  • Das Hotel Wilder Mann (*) gehört zu den traditionsreichsten Häusern Aschaffenburgs und befindet sich am Rand der Altstadt. Von hier aus erreicht man das Pompejanum in wenigen Minuten zu Fuß. Die Zimmer sind komfortabel ausgestattet. Zum Angebot des Hauses gehören kostenfreies WLAN, ein Restaurant mit regionaler Küche sowie ein kleiner Wellnessbereich mit Sauna und Dampfbad. Preis ab etwa 86 Euro pro Nacht.
  • Das B&B Hotel Aschaffenburg (*) liegt in Bahnhofsnähe und ist eine attraktive Wahl für preisbewusste Besucher des Pompejanums. Die Hotelkette punktet mit funktional eingerichteten Zimmer mit Klimaanlage, kostenfreiem WLAN und schallisolierten Fenstern. Preis ab etwa 70 Euro pro Nacht.
  • Mit einer Kombination aus Komfort, guter Erreichbarkeit und moderner Ausstattung überzeugt das Trip Inn Hotel Aschaffenburger Hof (*). Die Zimmer sind zeitgemäß eingerichtet und verfügen über WLAN, Schreibtisch sowie moderne Badezimmer. Preis ab etwa 95 Euro pro Nacht.

Pompejanum – Besonderheiten und Wissenswertes

Die größte Besonderheit des Pompejanums ist nicht die Größe des Gebäudes, sondern die Konsequenz, mit der hier eine antike Wohnwelt des Römischen Reiches nachgestaltet wurde. Anders als viele Museen, die Geschichte anhand von Fundstücken in Vitrinen präsentieren, lässt das Pompejanum die Besucher unmittelbar in einen Lebensraum eintauchen. Die Räume erschließen sich nicht über lange Erklärungstexte, sondern über ihre Wirkung. Wer durch die Anlage geht, versteht schnell: Die Römer liebten Licht, offene Höfe und eine Architektur, die Alltag und Repräsentation miteinander verband.

Besonders eindrucksvoll sind die Wandmalereien. Sie zeigen, wie raffiniert antike Innenraumgestaltung bereits vor 2.000 Jahren war. Farben dienten nicht nur der Dekoration. Sie schufen Stimmungen, lenkten den Blick und vermittelten Wohlstand. Manches Motiv wirkt überraschend modern. Wer glaubt, minimalistisches Design sei eine Erfindung des 21. Jahrhunderts, entdeckt hier die antike Variante davon, nur deutlich farbenfroher.

Ein weiteres Detail fällt den meisten Besuchern erst auf den zweiten Blick auf: Die Römer verstanden es meisterhaft, Architektur zu inszenieren. Säulen, Durchgänge und Sichtachsen sind so angeordnet, dass Räume größer erscheinen, als sie tatsächlich sind. Das Pompejanum demonstriert eindrucksvoll, dass ausgeklügeltes Design keine Frage des Zeitalters ist. Die Grundprinzipien erfolgreicher Raumgestaltung haben sich über Jahrtausende kaum verändert.

Bemerkenswert ist darüber hinaus die Verbindung von Wohnkultur und Natur. Innen- und Außenbereiche gehen nahezu nahtlos ineinander über. Der zentrale Innenhof ist nicht nur ein dekoratives Element, sondern das Herzstück des Wohnhauses. Licht und Pflanzen waren fester Bestandteil des antiken Wohnkonzeptes. In einer Zeit, in der moderne Stadtbewohner viel Geld für offene Grundrisse und begrünte Terrassen ausgeben, wirkt die römische Lösung erstaunlich aktuell.

Das Pompejanum bietet nicht zuletzt einen seltenen Einblick in den Alltag der römischen Antike. Unser Bild vom Römischen Reich ist in erster Linie von Tempeln, Triumphbögen und Kaiserpalästen geprägt. Doch die meisten Menschen in dieser Zeit lebten nicht zwischen Marmorstatuen und meterhohen korinthischen Säulen. Genau deshalb ist ein Wohnhaus so spannend. Es erzählt von Gewohnheiten, Komfortansprüchen und ästhetischen Vorlieben und nicht von Machtintrigen und Gladiatorenkämpfen.

Atrium im Pompejanum Aschaffenburg

Atrium im Pompejanum Aschaffenburg

Historisches und Geschichte zum Pompejanum in Aschaffenburg

Die Geschichte des Pompejanums begann im 19. Jahrhundert, einer Zeit, in der Europa von der Antike fasziniert war. Archäologen legten in Italien die verschütteten Städte Pompeji und Herculaneum frei. Was sie fanden, begeisterte Gelehrte, Künstler und Monarchen gleichermaßen. Anders als antike Tempel oder zerfallene Theater zeigten die Ausgrabungen plötzlich den Alltag einer vor rund 2.000 Jahren untergegangenen Welt. Die Römer erschienen nicht mehr als ferne Gestalten aus Schulbüchern, sondern als Menschen mit Wohnhäusern, Innenhöfen, Esszimmern und Wanddekorationen.

Zu den Bewunderern dieser Entdeckungen gehörte auch König Ludwig I. von Bayern. Der Monarch war bekannt für seine Begeisterung für Kunst, Architektur und die Kultur der Antike. Für Aschaffenburg hatte Ludwig eine besondere Idee. Hoch über dem Main sollte ein Bauwerk entstehen, das nicht bloß an die Antike erinnerte, sondern sie möglichst authentisch erfahrbar machte. Das Ergebnis war das Pompejanum, erbaut zwischen 1840 und 1848. Es war und ist keine Fantasievilla und kein klassizistisches Märchenschloss, sondern die wissenschaftlich basierte Nachbildung eines römischen Wohnhauses nach dem Vorbild der sogenannten Casa dei Dioscuri in Pompeji.

Architekt Friedrich von Gärtner stand vor einer ungewöhnlichen Aufgabe. Er musste ein Gebäude rekonstruieren, das fast 2.000 Jahre zuvor errichtet worden war und dessen Vorbild in einer anderen Klimazone lag. Dennoch entstand Schritt für Schritt eine Anlage mit Innenhöfen, Säulengängen, Wandmalereien und Wohnräumen, die den authentischen Eindruck eines antiken Hauses vermittelte.

Doch die Geschichte des Pompejanums verlief nicht geradlinig. Das 20. Jahrhundert hinterließ deutliche Spuren. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude schwer beschädigt. Bombenangriffe zerstörten große Teile der Anlage. Was einst als Fenster zur Antike gedacht war, wurde selbst zur Ruine. Nach dem Krieg entschied man sich, das Pompejanum schrittweise wieder aufzubauen. Die Restaurierung erfolgte ab 1960 und erwies sich als langwierige Aufgabe. Historische Vorlagen mussten ausgewertet, beschädigte Elemente rekonstruiert und verlorene Details ersetzt werden. Über Jahrzehnte entstand das Gebäude Stück für Stück neu, bis es zum Zeitpunkt der endgültigen Fertigstellung im April 2009 in neuem Glanz erstrahlte.

Bepflanzter Innenhof (Viridarium) im Pompejanum Aschaffenburg

Bepflanzter Innenhof (Viridarium) im Pompejanum Aschaffenburg

Sehenswertes und Interessantes in direkter Nähe zum Pompejanum in Aschaffenburg

Rund um das Pompejanum verteilt liegen verschiedene Sehenswürdigkeiten und Attraktionen, die bequem zu Fuß zu erreichen sind. Für eine Besichtigung muss man weder ein Geschichtsstudium absolviert noch eine Vorliebe für verstaubte Museen entwickelt haben.

  • Die eindrucksvollste Attraktion in Aschaffenburg ist das Schloss Johannisburg. Der gewaltige Bau aus rotem Sandstein thront hoch über dem Main und prägt die Stadtsilhouette wie kein anderes Gebäude. Mit seinen markanten Türmen wirkt das Schloss gleichermaßen wehrhaft und repräsentativ. Traumhaft ist der Blick vom Schlossplatz auf den Fluss und das Umland der Stadt. Hier zeigt sich, warum Aschaffenburg im Volksmund auch als „bayerisches Nizza“ bezeichnet wird.
  • Direkt hinter dem Schloss liegt mit dem Schlossgarten eine grüne Oase. Gepflegte Wege führen vorbei an alten Bäumen und sorgfältig angelegten Beeten. Ein außergewöhnlicher Blickfang ist der sogenannte Frühstückstempel. Dieser kleine klassizistische Pavillon wirkt wie die Kulisse eines historischen Romans und verfügt über einen der schönsten Aussichtspunkte der Stadt.
  • Nur wenige Gehminuten entfernt erhebt sich eines der bedeutendsten Sakralbauwerke der Region. Die Stiftsbasilika St. Peter und Alexander verbindet Romanik, Gotik und spätere Baustile zu einem beeindruckenden Ganzen. Im Inneren begegnen Besucher kunsthistorischen Schätzen von internationalem Rang. Selbst Menschen, die Kirchen normalerweise eher im Vorbeigehen betrachten, verweilen hier länger, um die sakrale Baukunst auf sich wirken zu lassen.
  • Das angrenzende Stiftsmuseum zeigt eindrucksvoll, wie lebendig Vergangenheit präsentiert werden kann. Mittelalterliche Kunstwerke, kostbare Kirchenschätze und regionale Kulturgeschichte geben Einblicke in die Entwicklung des religiösen Lebens in der Stadt. Die Ausstellung schafft das Kunststück, gleichzeitig informativ und unterhaltsam zu sein.
  • Manchmal ist die beste Sehenswürdigkeit gar kein Gebäude. Das Mainufer unterhalb des Pompejanums lädt zu einem entspannten Spaziergang ein. Die Kastanienallee mit dem unwiderstehlichen Blick auf den Fluss und die vorbeiziehenden Schiffe schaffen ein Ambiente, die überraschend mediterran wirkt. Insbesonder in den Abendstunden, wenn die Sonne die Sandsteinfassaden in warmes Licht taucht, entfaltet dieser Teil der Stadt seinen besonderen Charme.

Cafés und Restaurants in der Nähe des Pompejanums

Rund um das Pompejanum gibt es zahlreiche Restaurants und Cafés, in denen sich Hunger und Durst stillen lassen. Auf den Speisekarten stehen saisonale, regionale, nationale und internationale Gerichte. Auch vegetarische und vegane Angebote sind zu finden, sodass für unterschiedliche Geschmäcker etwas dabei ist.

  • Restaurant Lebenswert – Aschaffenburg
    Direkt am Schloss Johannisburg und nur wenige Schritte vom Pompejanum entfernt verbindet das Café-Restaurant Lebenswert urbanes Flair mit historischem Ambiente. Auf der Speisekarte finden sich moderne Bistroküche, Frühstücksvariationen, Kuchen und kreative Tagesgerichte.
    Adresse: Restaurant Lebenswert – Aschaffenburg, Schloßplatz 1, 63739 Aschaffenburg | in Google Maps ansehen ->
  • Der Biersepp
    Fränkische Wirtshauskultur in ihrer schönsten Form: Der Biersepp gehört zu den traditionsreichsten Gasthäusern der Stadt und liegt nur wenige Gehminuten vom Pompejanum entfernt. Gäste dürfen sich auf rustikale Holzelemente, regionale Spezialitäten und eine umfangreiche Bierauswahl freuen.
    Adresse: Der Biersepp, Schloßgasse 10, 63739 Aschaffenburg | in Google Maps ansehen ->
  • Wirtshaus Zum Fegerer
    Das traditionsreiche Wirtshaus Zum Fegerer zählt zu den bekanntesten Adressen für fränkische Küche in Aschaffenburg. Die Speisekarte präsentiert Klassiker wie Schnitzel, Braten, hausgemachte Knödel und saisonale Spezialitäten aus Franken.
    Adresse: Wirtshaus Zum Fegerer, Schloßgasse 14, 63739 Aschaffenburg | in Google Maps ansehen ->
  • Wurstbendel Wirtshaus
    Modern, unkompliziert und zugleich tief in der regionalen Tradition verwurzelt: Das Wurstbendel Wirtshaus interpretiert fränkische Küche auf zeitgemäße Weise. Die Atmosphäre ist lebendig und gesellig, ohne aufdringlich zu wirken.
    Adresse: Wurstbendel Wirtshaus, Herstallstraße 3, 63739 Aschaffenburg | in Google Maps ansehen ->
  • Restaurant Maza
    Orientalische Gastfreundschaft trifft auf moderne Kulinarik: Das Restaurant Maza bringt die Aromen Afghanistans und Zentralasiens in die Aschaffenburger Innenstadt. Auf der Speisekarte stehen aromatische Reisgerichte, gegrillte Fleischspezialitäten, vegetarische Variationen und traditionelle Gewürzkompositionen.
    Adresse: Restaurant Maza, Ludwigstraße 3, 63739 Aschaffenburg | in Google Maps ansehen ->
  • TEMPVS
    Mediterranes Lebensgefühl prägt das Konzept von TEMPVS. Das moderne Restaurant hat sich besonders durch seine italienisch inspirierte Küche einen Namen gemacht und liegt in fußläufiger Entfernung zum Pompejanum.
    Adresse: TEMPVS, Sandgasse 2–4, 63739 Aschaffenburg | in Google Maps ansehen ->

Die Top-Sehenswürdigkeiten in Aschaffenburg im Überblick

Aschaffenburg besitzt eine Vielzahl kultureller und historischer Sehenswürdigkeiten. Wahrzeichen der Stadt ist das imposante Schloss Johannisburg, eines der bedeutendsten Renaissanceschlösser Deutschlands. Nur wenige Gehminuten entfernt befindet sich die historische Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen und liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern. Besonders in der Metzgergasse ist noch heute der Charme vergangener Jahrhunderte spürbar. Zu den wichtigsten sakralen Bauwerken zählt die Stiftsbasilika St. Peter und Alexander. Für Erholung im Grünen stehen der weitläufige Park Schöntal mit seinen Spazierwegen sowie der idyllische Park Schönbusch. Dort lädt auch das herrschaftliche Schloss Schönbusch zu einem Besuch ein.


Schloss Johannisburg

Schloss Johannisburg

Das Schloss Johannisburg in Aschaffenburg zählt zu den bedeutendsten Schlossanlagen der deutschen Renaissance und ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der unterfränkischen Stadt. Das mächtige Bauwerk aus rotem Sandstein prägt seit mehr als 400 Jahren das Stadtbild. Errichtet wurde das Schloss zwischen 1605 und 1614 im Auftrag des Mainzer Kurfürsten und Erzbischofs Johann Schweikhard von Kronberg.


Park Schöntal

Park Schöntal

Mitten in Aschaffenburg, nur wenige Schritte vom geschäftigen Treiben der Innenstadt entfernt, liegt eine Oase der Ruhe. Der Park Schöntal wirkt wie ein Gegenentwurf zur lärmenden Innenstadt. Wo heute Spaziergänger zwischen alten Bäumen flanieren, Kinder Enten füttern und Jogger ihre Runden drehen, befand sich einst ein Tal vor den Toren der Stadt. Wer Schöntal besucht, darf keine spektakulären Attraktionen erwarten.


Stiftsbasilika Aschaffenburg

Stiftsbasilika Aschaffenburg

Die Stiftsbasilika St. Peter und Alexander zählt zu den Wahrzeichen Aschaffenburgs. Ihre Geschichte begann nicht im diffusen Mittelalter, sondern ziemlich konkret: Bereits um 950 wurde hier gebaut, 974 taucht das Stift erstmals urkundlich auf und 982 fällt die Anlage nach dem Tod Herzog Ottos von Schwaben an das Erzstift Mainz. Das Langhaus entstand im 12. Jahrhundert, während der markante Turm um 1490 hinzukam.


Metzgergasse Aschaffenburg

Metzgergasse Aschaffenburg

Von historischen Stadtkernen mit windschiefen Fachwerkhäusern geht eine große Faszination aus. Das gilt im Besonderen für die Metzgergasse und die Kleine Metzgergasse im Herzen der Aschaffenburger Altstadt. Hervorragend erhaltene Fachwerkhäuser mit hervorspringenden Giebeln und Satteldächern drängen sich in den Gassen aneinander. Ihre dunklen Holzbalken und sandsteinfarbenen Fassaden erzählen von einer Zeit, als das Leben in der unterfränkischen Stadt noch von Handwerkern, Händlern und Zünften bestimmt wurde.


Schloss und Park Schönbusch

Schloss und Park Schönbusch

Der Park Schönbusch mit dem gleichnamigen Schloss ist eine grüne Oase in Aschaffenburg. Der 160 Hektar große Landschaftspark punktet mit geschwungene Wegen, Wasserflächen, Wiesen und einem wundervollen Gemäuer. Das klassizistische Gartenschloss wurde zwischen 1778 und 1782 erbaut und strahlt mit seiner pastellfarbenen Fassade noch heute zeitlose Eleganz aus.


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zuletzt aktualisiert am 15. September 2026