Adresse: Schloss und Park Schönbusch, Kleine Schönbuschallee 1 , 63741 Aschaffenburg-Nilkheim | Erbaut: 1778 bis 1782    | Baustil: Frühklassizismus


Der Park Schönbusch mit dem gleichnamigen Schloss ist eine grüne Oase in Aschaffenburg. Der 160 Hektar große Landschaftspark punktet mit geschwungene Wegen, Wasserflächen, Wiesen und einem wundervollen Gemäuer. Das klassizistische Gartenschloss wurde zwischen 1778 und 1782 erbaut und strahlt mit seiner pastellfarbenen Fassade noch heute zeitlose Eleganz aus.

Der Park wurde bereits drei Jahre vor Baubeginn des Schlosses, ab 1775, angelegt. Seine klassische Form verdankt er dem Landschaftsarchitekten Friedrich Ludwig Sckell, der im ausgehenden 18. Jahrhundert zu den bedeutendsten Landschaftskünstlern gehörte. Heute joggen Studenten an künstlichen Ruinen vorbei, Picknickdecken breiten sich dort aus, wo die höfische Gesellschaft einst den neuesten Klatsch austauschte. Schönbusch hat den seltenen Spagat geschafft, gleichzeitig Denkmal und Naherholungsgebiet zu sein und genau darin liegt der Charme dieses Parks.

Innenbesichtigung
Kostenlos
Täglich geöffnet
Wetterunabhängig
ÖPNV
Barrierefrei
Hunde erlaubt
Toiletten

Geschichtsinteressierte

Gut geeignet

Einer der frühesten englischen Landschaftsgärten Süddeutschlands, ab 1775 für den Mainzer Kurfürsten angelegt.

Familien

Gut geeignet

Weitläufiger Park mit Aussichtsturm, Roter Brücke und Teufelsbrücke lädt zum Entdecken ein.

Ruhesuchende

Gut geeignet

Deutlich ruhiger und weniger überlaufen als die Aschaffenburger Innenstadt.

Fotomotiv

Gut geeignet

Freundschaftstempel, Philosophenhaus und der See bieten romantische Landschaftsmotive.

Aktiv & Sport

Gut geeignet

Der 160 Hektar große Park eignet sich hervorragend für lange Spaziergänge.

Nachtleben

Nicht geeignet

Kein Schwerpunkt dieses Ortes.


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Impressionen

Video Impressionen vom Schloss und Park Schönbusch

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Bild Impressionen vom Schloss und Park Schönbusch


Anfahrt und Lage von Schloss und Park Schönbusch

Schloss und Park Schönbusch liegen rund drei Kilometer westlich der Aschaffenburger Innenstadt im Stadtteil Nilkheim. Die Anlage liegt eingebettet in den weiten Mainbogen und damit an einem Ort, der sich perfekt für Landschaftskunst eignet. Die rund 160 Hektar große Anlage erstreckt sich zwischen Main, Nilkheim, Stockstadt am Main und der Bundesstraße 26 und bildet bis heute ein grünes Gegengewicht zur pulsierenden Stadt.

Die Wahl des Standortes wurde nicht dem Zufall überlassen. Der Park entstand in einem ehemaligen kurfürstlichen Wildgehege und nutzt die natürliche Flusslandschaft des Mains, um Weite und Natürlichkeit zu inszenieren. Seen, Wasserläufe und sanfte Geländemodellierungen verschmelzen mit der Umgebung, sodass die Grenze zwischen gestalteter Parklandschaft und Natur verschwimmt. Das klassizistische Gartenschloss Schönbusch liegt dabei nicht erhöht oder dominant, sondern bewusst ein wenig versteckt am Seeufer.

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Weitere Informationen

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Schloss und Park Schönbusch in Aschaffenburg sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Der ideale Startpunkt ist der Hauptbahnhof.

  • Bus: Ab dem Hauptbahnhof / ROB (Regionaler Omnibusbahnhof) fährt die Buslinie 3 Richtung Leider/Schönbusch direkt zur Haltestelle “Park Schönbusch” (offiziell oft AB-Leider, Schönbusch). Von dort sind es nur wenige Minuten Fußweg bis zum Parkeingang und Schloss.
  • Bahn + Bus: Mit Regionalzügen bis Aschaffenburg Hauptbahnhof, anschließend bequem mit dem Bus weiter Richtung Schönbusch. Mehrere Buslinien bedienen den Bereich rund um Schönbusch.

Parkmöglichkeiten rund um Schloss und Park Schönbusch

Besucher, die mit dem Auto anreisen, können ihr Fahrzeug auf verschiedenen Parkplätzen abstellen, die sich rund um Schloss und Park Schönbusch verteilen.

    • Parkplatz Kleine Schönbuschallee, Kleine Schönbuschallee 1, direkt am Parkeingang gelegen, ca. 1–3 Minuten Gehzeit zum Schloss, rund um die Uhr geöffnet.
    • Parkplatz am Schönbusch Aschaffenburg e.V. / SV Viktoria Aschaffenburg, Kleine Schönbuschallee, wenige Gehminuten südlich des Parks, ca. 3–5 Minuten Gehzeit, rund um die Uhr geöffnet.

Öffnungszeiten und Besichtigungen

Öffnungszeiten des Schlosses

  • Öffnungszeit: April bis 3. Oktober, Dienstag bis Sonntag von 9:00–18:00 Uhr
  • Montag: geschlossen (Ausnahmen gelten an Feiertagen wie Ostermontag, 1. Mai, Pfingstmontag, Mariä Himmelfahrt und 3. Oktober)
  • Von Anfang Oktober bis März: geschlossen

Öffnungszeiten des Parks

Der Landschaftspark ist grundsätzlich frei zugänglich und ganzjährig begehbar. Einzelne Parkbauten und Innenräume bleiben allerdings geschlossen und können meist nur von außen betrachtet werden. Das Besucherzentrum beziehungsweise die Gartenausstellung im Küchenbau öffnet saisonal meistens nur an Wochenenden und Feiertagen.

Blick auf das Schloss Schönbusch

Blick auf das Schloss Schönbusch

Besichtigungen: Nur im Rahmen einer Führung

Das Schloss kann nicht individuell besichtigt werden. Der Zugang erfolgt ausschließlich im Rahmen kurzer Führungen:

  • Dauer der Führung: etwa 20–25 Minuten
  • Zugang nur in geführten Gruppen
  • Führungen laufen während der regulären Öffnungszeiten fortlaufend an Besuchstagen
  • Veranstalter ist die Schloss- und Gartenverwaltung Aschaffenburg als regionale Verwaltungseinheit der Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen

Stadtführung mit Schloss und Park Schönbusch als Bestandteil

Unsere selbstgeführte Tour mit dem Schloss und dem Park Schönbusch

Schloss und Park Schönbusch zählen zu den eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten Aschaffenburgs. Der Park gehört zu den frühesten englischen Landschaftsgärten Deutschlands. Eine Besichtigung der weitläufigen Parkanlage mit ihrem klassizistischen Gartenschloss ist fester Bestandteil unserer Online-Stadtführung. Neben Schloss und Park Schönbusch stehen weitere Attraktionen wie die Metzgergasse, die Stiftsbasilika St. Peter und Alexander, das Schloss Johannisburg, das Pompejanum und der Park Schöntal auf dem Programm.

Bild vom Pompejanum Aschaffenburg
Bild vom Schloss Johannisburg
Bild vom Park Schöntal
Bild der Stiftsbasilika Aschaffenburg
Bild der Metzgergasse Aschaffenburg
Bild vom Schloss und Park Schönbusch

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Weitere Informationen

FAQ – häufige Fragen zu Schloss und Park Schönbusch

  • Was zeichnet Schloss und Park Schönbusch aus?

    Schönbusch zählt zu den ältesten Landschaftsgärten im englischen Stil in Deutschland und wurde ab 1775 angelegt. Die Kombination aus Natur, Architektur und künstlich gestalteten Landschaftselementen macht den Park einzigartig.

  • Wann wurde Schloss Schönbusch erbaut?

    Das klassizistische Schloss wurde zwischen 1778 und 1782 als Sommerschloss für den Mainzer Kurfürsten Friedrich Karl von Erthal errichtet. Es diente als repräsentativer Rückzugsort außerhalb der Residenz.

  • Wer gestaltete den Park Schönbusch?

    Die Grundidee entstand unter Kurfürst Friedrich Karl von Erthal, während der bekannte Gartenkünstler Friedrich Ludwig von Sckell dem Park später seine klassische Form verlieh. Er gilt als einer der bedeutendsten Landschaftsarchitekten seiner Zeit.

  • Welche besonderen Bauwerke gibt es im Park zu entdecken?

    Im Park finden sich zahlreiche sogenannte Staffagebauten wie die Rote Brücke, der Freundschaftstempel, das Philosophenhaus oder die Teufelsbrücke.

  • Kann man das Schloss von innen besichtigen?

    Die historischen Innenräume zeigen originale Möbel im Stil Louis XVI. und vermitteln einen Eindruck vom höfischen Leben des späten 18. Jahrhunderts.

  • Gibt es im Park Gewässer und künstliche Landschaftselemente?

    Ja, künstlich angelegte Seen, Wasserläufe, Hügel und Aussichtspunkte gehören zum Gestaltungskonzept des Parks. Sie schaffen abwechslungsreiche Perspektiven und romantische Landschaftsbilder.

  • Welche Rolle spielte Schönbusch historisch für Aschaffenburg?

    Der Park entstand als repräsentative Anlage für den Mainzer Kurfürsten und entwickelte sich früh zu einem öffentlich zugänglichen Erholungsort. Er zählt bis heute zu den bedeutenden historischen Gartenanlagen Bayerns.


Übernachten in Aschaffenburg rund um Schloss und Park Schönbusch

In der nähere Umgebung von Schloss und Park Schönbusch gibt es verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten. Das Angebot reicht von von funktionalen Businesshotels bis hin zu familiengeführten Häusern mit historischem Flair.


 


  • Das Garner Hotel Aschaffenburg Post by IHG (*) (ehemals Novum Hotel Post) befindet sich zentral zwischen Hauptbahnhof, Innenstadt und Schönbusch und eignet sich besonders für Reisende, die kurze Wege schätzen. Moderne Zimmer mit Klimaanlage, WLAN und funktionaler Ausstattung sprechen sowohl Geschäftsreisende als auch Städtetouristen an. Preis ab ca. 90 Euro/Nacht.
  • Das Hotel Wilder Mann (*) zählt zu den traditionsreichen Häusern Aschaffenburgs und liegt am Rand der Altstadt mit guter Verbindung zum Schönbusch-Park. Das Hotel kombiniert klassischen Stil mit moderner Ausstattung und richtet sich an Gäste, die eine etwas traditionellere Atmosphäre bevorzugen. Viele Zimmer sind großzügig geschnitten, WLAN ist inklusive und ein Restaurant mit regional geprägter Küche gehört ebenfalls zum Angebot. Preis ab etwa 95 Euro/Nacht.
  • Das Hotel Zum Goldenen Ochsen (*) am Schlossgarten ist ein familiengeführtes Haus nahe Pompejanum, Schloss Johannisburg und nur wenige Minuten vom Schönbusch entfernt. Gäste erwartet eine Mischung aus historischem Ambiente und modernisierten Zimmern. Die Zimmer sind funktional und gemütlich eingerichtet, teilweise klimatisiert und für Städtereisen gut geeignet. Preis ab etwa 90 Euro/Nacht.
  • Das ibis Styles Aschaffenburg (*) richtet sich vor allem an Gäste, die modernes Design und standardisierte Hotelqualität bevorzugen. Die Unterkunft liegt nahe dem Hauptbahnhof. Die Zimmer sind zeitgemäß gestaltet, schallisoliert und funktional ausgestattet. Preis ab etwa 85 Euro/Nacht.
  • Das Hotel Olive Inn (*) liegt südöstlich der Innenstadt und damit vergleichsweise nah am Schönbusch-Areal. Die Unterkunft verfügt über helle Zimmer mit moderner Ausstattung, kostenfreiem WLAN und teilweise familienfreundlichen Zimmergrößen. Gäste schätzen die funktionale Einrichtung, die gute Erreichbarkeit und die unkomplizierte Atmosphäre. Preis ab etwa 80 Euro/Nacht.
  • Das B&B Hotel Aschaffenburg (*) gehört zu den typischen Budgetoptionen der Stadt und eignet sich gut für preisbewusste Reisende, Familien oder Kurzaufenthalte. Die Unterkunft liegt nahe dem Bahnhof und bietet eine schnelle Verbindung sowohl Richtung Innenstadt als auch zum Schloss- und Parkgelände Schönbusch. Die Zimmer sind schlicht, modern und funktional ausgestattet – inklusive WLAN, Klimaanlage und schallisolierter Fenster. Preis ab etwa 70 Euro/Nacht.

Schloss und Park Schönbusch – Besonderheiten und Wissenswertes

Der Park Schönbusch in Aschaffenburg ist eine Anlage, die ihre Wirkung mit bemerkenswerter Gelassenheit entfaltet. Das Erste, was auffällt: Schönbusch wirkt groß, ohne monumental zu sein. Der Park setzt gezielt Akzente und nicht immer dort, wo man sie vermutet. Wege biegen ab, Blickachsen öffnen sich plötzlich, Wasserflächen tauchen auf, verschwinden wieder, und dazwischen entsteht dieses seltene Gefühl, dass diese Gartenanlage nicht für Postkarten gebaut wurde, sondern für Bewegung. Besucher laufen nicht einfach hindurch, sie geraten ins Schlendern.

Das Schloss spielt dabei eine unaufgeregte Hauptrolle. Es steht nicht wie ein überdimensionierter Machtbeweis in der Landschaft, sondern wie ein verträumtes Bauwerk, das es nicht nötig hat, zu protzen. Seine Wirkung entfaltet sich aus den Proportionen: klar, hell, überschaubar. Dazu eine pastellfarbene Fassade, die an mediterrane Gefilde erinnert. Besonders ist darüber hinaus, wie konsequent der Park Schönbusch auf Übergänge setzt. Wasser geht in Wiese über, offene Flächen in Baumgruppen, Architektur in Landschaft. Der Park wirkt auch aus diesem Grund erstaunlich modern. Während viele Anlagen den Besucher führen wollen, erlaubt Schönbusch das angenehm altmodische Gefühl, selbst Entscheidungen treffen zu können.

Die Gewässer des Parks sind keine bloßen Dekorationselemente, sondern die eigentlichen Hauptdarsteller. Wasser schafft Distanz, Spiegelungen und erlaubt immer wieder kleine Perspektivwechsel. Ein paar Meter weiter wirkt dieselbe Szenerie bereits völlig anders. Das ist kluge Raumgestaltung, wie sie der Landschaftsarchitekt Friedrich Ludwig Sckell meisterhaft umgesetzt hat.

Wer genauer hinsieht, entdeckt eine Eigenheit, die den Park Schönbusch von vielen urbanen Grünflächen unterscheidet. Er besitzt kein offensichtliches Zentrum des Geschehens. Es existiert kein pulsierendes Herzstück, um das sich alles dreht. Stattdessen gibt es zahlreiche kleine Mittelpunkte. Eine Bank unter alten Bäumen, ein sanft abfallendes Seeufer oder eine unerwartete Sichtachse.

Der Park Schönbusch mit dem zauberhaften Gartenschloss ist weniger Sehenswürdigkeit als ein Gegenentwurf zu überfüllten Innenstädten, durchgetakteten Wochenenden und Orten, die ständig Aufmerksamkeit einfordern. Hier passiert etwas Ungewöhnliches: Der Ort vertraut darauf, dass seine Besucher selbst entdecken, was interessant ist. Und genau dieses Vertrauen macht ihn außergewöhnlich.

Blick auf den Aussichtsturm im Park Schönbusch

Blick auf den Aussichtsturm im Park Schönbusch

Historisches und Geschichte zum Schloss und Park Schönbusch

Als im Jahr 1775 der Mainzer Kurfürst und Erzbischof Friedrich Karl von Erthal beschloss, aus einem eher funktionalen Wildgehege vor den Toren Aschaffenburgs einen Landschaftspark zu machen, geschah das nicht aus plötzlicher Liebe zu Enten, Wiesen und Spaziergängen. Europa war im Umbruch. Die Aufklärung predigte Vernunft, England exportierte Landschaftsgärten und der Rokoko-Garten mit seinen strengen Achsen wirkte plötzlich unmodern und aus der Zeit gefallen.

Vor diesem Hintergrund gelang Park Schönbusch das Kunststück, zu einem der frühesten englischen Landschaftsgärten Süddeutschlands zu werden. Ab 1775 wurden Seen ausgehoben, Wasserläufe angelegt, Hügel künstlich aufgeschüttet und geschwungene Wege geschaffen. Alles sollte aussehen, als hätte die Natur es selbst erschaffen. Hinter den Kulissen arbeiteten Hofgärtner Friedrich Ludwig Sckell und Hofarchitekt Emanuel Joseph von Herigoyen an einer Landschaft, die ganz bewusst nicht perfekt aussehen sollte.

Das Schloss selbst kam später hinzu. Ab 1778 entstand das klassizistische Sommerschloss, zunächst als Rückzugsort und nicht als Machtzentrale. Fertig gebaut war es um 1782, vollständig eingerichtet erst 1788. Es steht unauffällig am Seeufer mit einer Architektur, die erstaunlich zurückhaltend ist für einen Fürstenbau.

Der eigentliche Star blieb jedoch der Park. Zwischen 1783 und etwa 1788 erhielt die Anlage jene Details, die Schönbusch bis heute seinen außergewöhnlichen Charme verleihen: das Philosophenhaus, den Freundschaftstempel, Hirtenhäuser, künstliche Berge, die berühmte Rote Brücke und ein Dörfchen als dekoratives Landleben für adlige Spaziergänger.

Bemerkenswert modern war die Anlage auch in sozialer Hinsicht. Bereits 1783 erlaubte eine Parkordnung weiten Teilen der Bevölkerung den Zugang; jedenfalls dann, wenn der Kurfürst nicht gerade selbst flanierte. Heute wirken Park und Schloss Schönbusch bescheiden. Kein monumentales Schloss, keine verspielten Türme und keine Schaltzentrale der Macht. Stattdessen treffen die Besucher auf einen Ort, der wie ein Gegenentwurf zum lauten Stadtleben wirkt.

Oberes Vorzimmer im Schloss Schönbusch

Oberes Vorzimmer im Schloss Schönbusch

Sehenswertes und Interessantes in direkter Nähe zum Schloss und Park Schönbusch

Wer zum Schloss und Park Schönbusch nach Aschaffenburg fährt, plant in der Regel einen entspannten Nachmittag zwischen Sichtachsen, Ententeich und englischer Gartenbaukunst. Doch nur einen Steinwurf entfernt befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten, die man bei einem Besuch in Aschaffenburg nicht verpassen sollte.

  • Schloss Johannisburg ist ein gewaltiger Renaissancebau aus rotem Sandstein, der zwischen 1605 und 1614 erbaut wurde. Das alte Gemäuer steht am Main wie eine architektonische Machtdemonstration aus einer längst vergangenen Zeit. Vier Flügel, vier Türme, massive Präsenz: Wer davorsteht, versteht schnell: Aschaffenburg dachte schon groß, als andere Städte noch Stadtmauern reparierten.
  • Ein bemerkenswertes Bauwerk ist das Pompejaum, das oberhalb des Mains thront. Es handelt sich um den Nachbau einer Villa aus Pompeji, die im 19. Jahrhundert errichtet wurde, weil der bayerische König Ludwig I. der Meinung war, dass antike Lebensfreude auch nördlich der Alpen eine Chance verdient. Zwischen Atrium, Fresken und Säulen beschleicht die Besucher nicht selten das Gefühl, gleichzeitig in Franken und doch sehr weit weg davon zu sein.
  • Die Stiftsbasilika St. Peter und Alexander ist eine Kirche, die zu den ältesten Gotteshäusern Frankens gehört. Der erste Spatenstich für das Gotteshaus erfolgte im Jahr 950. In der Basilika trifft Romanik auf Gotik. Hinzu kommen jahrhundertealte Kunstschätze und eine Atmosphäre, die selbst nicht gläubige Besucher kurz innehalten lässt.
  • Aschaffenburgs Altstadt empfängt ihre Besucher nicht mit der perfekten Kulisse anderer Touristenmagneten – und genau das macht sie angenehm. Kleine Plätze, Wirtshäuser, verwinkelte Gassen und Häuserfassaden ohne inszenierte Postkartenästhetik bestimmen das Stadtbild. Hier sitzt man schnell länger als geplant, bestellt noch etwas und erklärt den Rest des Tages spontan für beendet.
  • Vor der Schlosskulisse und der Promenade entfaltet der Main seine ganze Schönheit, die sich am besten mit dem Begriff Flussromantik beschreiben lässt. Radfahrer rollen vorbei, Ausflugsschiffe ziehen träge ihre Bahnen, und spätestens beim Blick auf die Abendsonne über dem Fluss wird klar, warum Aschaffenburg gern als „bayerisches Nizza“ bezeichnet wird.

Cafés und Restaurants in der Nähe von Schloss und Park Schönbusch

Wer Schloss und Park Schönbusch besucht, findet sowohl im Park als auch in der näheren Umgebung Möglichkeiten zur Einkehr. Restaurants und Cafés bieten eine abwechslungsreiche Küche mit regionalen, saisonalen und internationalen Gerichten. Auch vegetarische und vegane Speisen stehen zur Auswahl.

  • Biergarten Schönbusch
    Unter alten Kastanien, nur wenige Schritte vom Schloss entfernt, entfaltet dieser Biergarten jene entspannte Selbstverständlichkeit, die klassische Parkgastronomie ausmacht. Familien, Spaziergänger und Radfahrer treffen hier auf Menschen, die einfach nur ein Getränk im Schatten suchen.
    Adresse: Biergarten Schönbusch, Kleine Schönbuschallee 1, 63741 Aschaffenburg | in Google Maps ansehen ->
  • Restaurant Lebenswert – Aschaffenburg
    Zwischen Schlosskulisse und Innenstadt verbindet dieses Haus Cafékultur mit Restaurantcharakter. Große Fenster, offene Räume und die unmittelbare Nähe zum städtischen Leben schaffen eine Atmosphäre, die gleichermaßen für Frühstück, Geschäftsessen oder lange Nachmittage funktioniert.
    Adresse: Restaurant Lebenswert, Schloßplatz 1, 63739 Aschaffenburg | in Google Maps ansehen ->
  • Wurstbendel Wirtshaus
    Fränkische Wirtshauskultur mit kräftigem Selbstbewusstsein: Dieses Traditionshaus gehört zu den gastronomischen Konstanten Aschaffenburgs. Rustikale Einrichtung, lebendige Atmosphäre und eine Speisekarte, die regionale Klassiker ernst nimmt, prägen das Bild.
    Adresse: Wurstbendel Wirtshaus, Herstallstraße 3, 63739 Aschaffenburg | in Google Maps ansehen ->
  • Der Biersepp
    Tradition und moderne Brauhauskultur treffen hier aufeinander. In unmittelbarer Nähe zum Schloss Johannisburg gelegen, wirkt das Haus wie eine zeitgemäße Interpretation klassischer Wirtshauskultur.
    Adresse: Der Biersepp, Schloßgasse 10, 63739 Aschaffenburg | in Google Maps ansehen ->
  • Café Caro in Aschaffenburg
    Ein klassisches Stadtcafé mit einer unvergleichlichen Mischung aus Verlässlichkeit und Charme. Zwischen kleinen Gassen und historischer Bebauung gelegen, lebt das Café von seiner ruhigen, fast wohnzimmerartigen Atmosphäre. Frühstück, Kuchen und Kaffee stehen hier im Mittelpunkt.
    Adresse: Café Caro, Pfaffengasse 18, 63739 Aschaffenburg | in Google Maps ansehen ->
  • Fräulein Liese
    Verspielt, hell und mit deutlicher Liebe zum Detail gestaltet: Dieses Café verbindet moderne Caféästhetik mit entspannter Leichtigkeit. Besonders Frühstück und süße Speisen prägen den Charakter des Hauses.
    Adresse: Fräulein Liese, Pfaffengasse 4, 63739 Aschaffenburg | in Google Maps ansehen ->

Die Top-Sehenswürdigkeiten in Aschaffenburg im Überblick

Aschaffenburg vereint historische Baukunst, weitläufige Parkanlagen und barocke Gestaltung auf engem Raum. Ein markantes Bauwerk ist das Pompejanum, der Nachbau einer römischen Villa, das oberhalb des Mains einen eindrucksvollen Ausblick bietet. Die Stadtsilhouette wird vor allem vom imposanten Schloss Johannisburg geprägt, das die Vergangenheit Aschaffenburgs als bedeutende Residenzstadt widerspiegelt. In der umliegenden Altstadt laden enge Gassen und historische Plätze zum Erkunden ein. Für Erholung im Grünen stehender Park Schöntal und der weitläufige Park Schönbusch mit dem Schloss Schönbusch.


Pompejanum Aschaffenburg

Pompejanum Aschaffenburg

Am Hochufer des Mains thront im Schlossgarten ein Bauwerk, das Betrachter wohl eher im antiken römischen Reich verorten würden, als im nördlichen Bayern: Das Popejanum. Es handelt sich bei dem ungewöhnlichen Bauwerk jedoch nicht um eine antike Ruine, sondern um ein ungewöhnliches Experiment des 19. Jahrhunderts. König Ludwig I. von Bayern ließ die Villa zwischen 1840 und 1848 nach dem Vorbild eines Wohnhauses in Pompeji errichten.


Schloss Johannisburg

Schloss Johannisburg

Das Schloss Johannisburg in Aschaffenburg zählt zu den bedeutendsten Schlossanlagen der deutschen Renaissance und ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der unterfränkischen Stadt. Das mächtige Bauwerk aus rotem Sandstein prägt seit mehr als 400 Jahren das Stadtbild. Errichtet wurde das Schloss zwischen 1605 und 1614 im Auftrag des Mainzer Kurfürsten und Erzbischofs Johann Schweikhard von Kronberg.


Park Schöntal

Park Schöntal

Mitten in Aschaffenburg, nur wenige Schritte vom geschäftigen Treiben der Innenstadt entfernt, liegt eine Oase der Ruhe. Der Park Schöntal wirkt wie ein Gegenentwurf zur lärmenden Innenstadt. Wo heute Spaziergänger zwischen alten Bäumen flanieren, Kinder Enten füttern und Jogger ihre Runden drehen, befand sich einst ein Tal vor den Toren der Stadt. Wer Schöntal besucht, darf keine spektakulären Attraktionen erwarten.


Stiftsbasilika Aschaffenburg

Stiftsbasilika Aschaffenburg

Die Stiftsbasilika St. Peter und Alexander zählt zu den Wahrzeichen Aschaffenburgs. Ihre Geschichte begann nicht im diffusen Mittelalter, sondern ziemlich konkret: Bereits um 950 wurde hier gebaut, 974 taucht das Stift erstmals urkundlich auf und 982 fällt die Anlage nach dem Tod Herzog Ottos von Schwaben an das Erzstift Mainz. Das Langhaus entstand im 12. Jahrhundert, während der markante Turm um 1490 hinzukam.


Metzgergasse Aschaffenburg

Metzgergasse Aschaffenburg

Von historischen Stadtkernen mit windschiefen Fachwerkhäusern geht eine große Faszination aus. Das gilt im Besonderen für die Metzgergasse und die Kleine Metzgergasse im Herzen der Aschaffenburger Altstadt. Hervorragend erhaltene Fachwerkhäuser mit hervorspringenden Giebeln und Satteldächern drängen sich in den Gassen aneinander. Ihre dunklen Holzbalken und sandsteinfarbenen Fassaden erzählen von einer Zeit, als das Leben in der unterfränkischen Stadt noch von Handwerkern, Händlern und Zünften bestimmt wurde.


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zuletzt aktualisiert am 15. September 2026