Adresse: Altstadt Erlangen, Marktplatz 1, 91054 Erlangen | Erste Erwähnung: 1002    | Größe: ca. 5-10 Hektar


Die Altstadt von Erlangen ist kein Museumsdorf, sondern ein gut gelaunter Widerspruch auf Pflastersteinen. Wer hier durch die rechtwinklig angelegten Straßen geht, merkt schnell: Das ist keine gewachsene Romantik wie in Bamberg, sondern geplante Vernunft – Barock als Baukasten. Ende des 17. Jahrhunderts begann man, Erlangen für die Aufnahme der Hugenotten neu zu planen. Das regelmäßige Straßenschema der Neustadt setzte sich jedoch erst im frühen 18. Jahrhundert durch.

Zwischen Schlossplatz und Marktplatz erzählt die Altstadt deshalb weniger von Türmen und Zinnen als von Aufklärung und Aufbruch. Das barocke Schloss wirkt wie ein gut erzogener Gastgeber und nicht wie ein Machtsymbol. Die Universitätsgebäude mischen sich unauffällig unter Bürgerhäuser, und dann ist da noch das leise Brummen der Gegenwart. Cafés, Fahrräder, Studenten – Erlangen denkt nach vorn, auch wenn es auf alten Grundmauern steht. Die Altstadt ist kein Ort für große Gesten, sondern für präzise Sätze.


Was Interessiert sie am meisten?

Entscheiden Sie, welche Themen Ihr Interesse wecken.


Impressionen

Video Impressionen der Altstadt von Erlangen

Sie sehen gerade noch keine Inhalte von Youtube, da diese aus Datenschutzgründen noch nicht geladen wurden. Um den Inhalt anzuzeigen, klicken Sie bitte auf den Button. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter übermittelt werden.

Mehr Informationen


Bild Impressionen von der Erlanger Altstadt


Anfahrt und Lage der Altstadt von Erlangen

Die Altstadt von Erlangen liegt nicht auf einem Hügel, nicht hinter Mauern, sondern selbstbewusst flach in der Mitte der Stadt, wie jemand, der keinen erhöhten Standpunkt braucht, um ernst genommen zu werden. Sie breitet sich zwischen Schlossgarten und Regnitz aus, eingerahmt von Grün, Verkehr und dem leisen Stress der Gegenwart. Wer ankommt, steht sofort mittendrin: vom Bahnhof ein paar Minuten zu Fuß, vom Hörsaal oft nur ein Gedankensprung entfernt.

Die Altstadt ist Dreh- und Angelpunkt, keine Kulisse. Hier kreuzen sich die Wege von Studenten, Professoren, Marktbesuchern und Radfahrern mit der für Erlangen typischen Mischung aus Zielstrebigkeit und Gelassenheit. Ringsum pulsiert die Stadt, doch im Kern bleibt sie überschaubar. Die Lage ist Programm: zentral, durchlässig, ohne Allüren.

Sie sehen gerade noch keine Inhalte von OpenStreetMap, da diese aus Datenschutzgründen noch nicht geladen wurden. Um den Inhalt anzuzeigen, klicken Sie bitte auf den Button. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter übermittelt werden.

Weitere Informationen

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Die Altstadt von Erlangen ist hervorragend an das Netz des öffentlichen Personennahverkehrs angebunden und lässt sich unkompliziert mit allen gängigen Verkehrsmitteln erreichen.

  • Bus: Ab Erlangen Hbf. fahren mehrere Stadtbuslinien, unter anderem die Linien 285, 286, 287, 289 und 293, in Richtung Innenstadt. Je nach Verbindung erreichen Besucher entweder den Martin-Luther-Platz oder den Altstadtmarkt, die beide zentral in der Altstadt liegen. Von dort sind es nur etwa 2 bis 5 Minuten Fußweg in die Altstadt und zur Fußgängerzone.
  • Regionalbahn: Erlangen selbst verfügt zwar über kein klassisches Straßenbahnnetz, aber Regional-Express- und Regionalbahnverbindungen sowie die S-Bahn Nürnberg S1 bringen Besucher schnell aus Nürnberg oder Fürth bis zum Hauptbahnhof Erlangen. Von dort aus sind es etwa 10 Minuten Fußweg in die Altstadt.

Verschiedene Parkmöglichkeiten rund um die Erlanger Altstadt

Für Besucher, die mit dem Auto anreisen, stehen in der näheren Umgebung der Altstadt von Erlangen mehrere Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Alle Parkhäuser sind gut ausgeschildert und liegen in fußläufiger Entfernung zur Altstadt.

  • Parkplatz Theaterplatz (Theaterpl. 29, 91054 Erlangen), ca. 1–2 Minuten Fußweg bis zur Altstadt
  • Parkplatz Altstadt Ost (Fuchsengarten) (Fuchsengarten 5, 91054 Erlangen), ca. 4–5 Minuten Fußweg bis zur Altstadt

Öffnungszeiten und Besichtigungen

Die Altstadt von Erlangen hat keine festen Öffnungszeiten im klassischen Sinne – sie ist ein öffentlich zugänglicher Stadtraum, der rund um die Uhr für Spaziergänge, Besichtigungen und Entdeckungen offensteht. Gassen, Plätze, Fassaden und öffentliche Orte kann man jederzeit besuchen; es gibt keine Schließzeiten.

Typische Straße in der Erlanger Altstadt

Typische Straße in der Erlanger Altstadt

Besichtigungen und Führungen

Die Stadt Erlangen bzw. der Erlangen Tourismus und Marketingverein e. V. organisiert regelmäßig Stadtführungen mit festen Terminen, bei denen man ohne vorherige Anmeldung teilnehmen kann. Treffpunkt und Themen werden jeweils online veröffentlicht. Für diese öffentlichen Touren braucht man in der Regel nur zum Startpunkt zu kommen und vor Ort eine Teilnahmegebühr zu entrichten, Tickets sind auch über die Tourist Information erhältlich.

Zusätzlich gibt es buchbare Führungen, die ganzjährig für Gruppen, Schulklassen oder Interessierte angeboten werden. Diese sind thematisch gegliedert. Das Spektrum reicht vom klassischen Stadtrundgang durch die Altstadt über spezielle Themenführungen (z. B. zur Hugenottenstadt oder über die lokale Bierkultur) bis zu saisonalen Touren.


Stadtführung mit der Altstadt von Erlangen als Bestandteil

Unsere selbstgeführte Tour mit der Altstadt von Erlangen

Die Altstadt von Erlangen zählt zu den zentralen Sehenswürdigkeiten in der Universitätsstadt. Ein Bummel durch die verwinkelten Gassen und über die barocken Plätze sind fester Bestandteil unserer Stadtführungen. Unsere Guides versorgen die Teilnehmer mit allen relevanten Informationen zur Architektur, zu außergewöhnlichen Gebäuden und zu den städtebaulichen Besonderheiten. Neben der Altstadt stehen bei unseren Stadtführungen weitere bekannte Sehenswürdigkeiten auf dem Programm: der Schlossgarten mit seinen symmetrischen Wegen, die Hugenottenkirche, der Botanische Garten und der Skulpturengarten Heinrich Kirchner. Auf diese Weise erleben die Teilnehmer Erlangen in seiner ganzen historischen Vielfalt.

Bild von der Hugenottenkirche Erlangen
Bild vom Schlossgarten Erlangen
Bild vom Botanischer Garten Erlangen
Bild der Altstadt von Erlangen
Bild vom Stadtmuseum Erlangen
Bild vom Skultpurengarten Heinrich Kirchner

Sie sehen gerade noch keine Inhalte von OpenStreetMap, da diese aus Datenschutzgründen noch nicht geladen wurden. Um den Inhalt anzuzeigen, klicken Sie bitte auf den Button. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter übermittelt werden.

Weitere Informationen

FAQ – häufige Fragen zur Altstadt von Erlangen

  • Gibt es Restaurants und Cafés in der Altstadt?

    Ja, die Altstadt verfügt über eine breite Auswahl an Cafés, Bistros und Restaurants mit Angeboten von regionaler fränkischer Küche bis zu internationalen Gerichten.

  • Gibt es Einkaufsmöglichkeiten in der Altstadt?

    Ja, zahlreiche kleine Fachgeschäfte, Boutiquen und Wochenmärkte laden zum Einkaufen ein, besonders rund um den Marktplatz.

  • Ist die Altstadt barrierefrei?

    Große Teile der Altstadt sind gut zugänglich, jedoch können historische Pflasterstraßen und Treppenabsätze stellenweise Hindernisse darstellen.

  • Gibt es besondere Veranstaltungen in der Altstadt?

    Ja, regelmäßig finden Märkte, Feste, Kulturveranstaltungen und saisonale Events wie der Weihnachtsmarkt statt.

  • Sind Fahrräder in der Altstadt erlaubt?

    Ja, Fahrräder sind ausdrücklich erlaubt. Es gibt ausgewiesene Radwege und Fahrradständer, um den Fußgängerverkehr nicht zu behindern.

  • Gibt es öffentliche Toiletten in der Altstadt?

    Ja, öffentliche Toiletten befinden sich am Marktplatz und in der Nähe von größeren Plätzen und Einrichtungen wie dem Schloss.

  • Gibt es in der Altstadt Übernachtungsmöglichkeiten?

    Direkt in der Altstadt gibt es einige kleinere Hotels und Pensionen. Größere Hotels befinden sich in wenigen Minuten Fußweg Entfernung.


Übernachten in Erlangen rund um die Altstadt

In Erlangen reicht die Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten von der traditionellen Altstadtkulisse über komfortable Business Hotels bis hin zu stilvollen Appartements.


  • Altstadthotel Grauer Wolf: Dieses familiengeführte Hotel liegt mitten in der Altstadt von Erlangen und verbindet traditionelle Gastlichkeit mit modernem Komfort. Die Zimmer sind geräumig, freundlich eingerichtet und bieten kostenfreies WLAN sowie ein reichhaltiges Frühstücksbuffet. Preis ab etwa 90 Euro/Nacht.
  • Hotel Bayerischer Hof: Direkt im Herzen der Altstadt gelegen, beeindruckt das Hotel Bayerischer Hof mit klassisch-elegantem Ambiente und einem preisgekrönten Restaurant samt historischem Gewölbekeller. Die Zimmer sind komfortabel eingerichtet, oft mit Parkett und stilvollen Details. Preis ab rund 95 Euro/Nach.
  • Hotel NH Erlangen: Nur wenige Minuten von Altstadt und Bahnhof entfernt bietet dieses solide 4 Sterne Hotel moderne, schallisolierte Zimmer, ein Restaurant und eine 24 Stunden Rezeption. Es ist die ideale Location für Gäste, die Komfort und eine zentrale Lage kombinieren möchten. Preis ab etwa 80 Euro/Nacht.
  • Novotel Erlangen: Ein zeitgemäßes Business Hotel in fußläufiger Entfernung zur Altstadt. Die Zimmer sind modern eingerichtet, mit großem Schreibtisch und kostenlosem WLAN. Ein Fitnessbereich und ein Frühstücksbuffet runden das Angebot ab. Preis ab ca. 130 Euro/Nacht.
  • Zeitwohnhaus Suite-Hotel + Serviced Apartments: Diese reizvolle Unterkunft kombiniert Hotelkomfort mit Apartment Flexibilität: geräumige Studios oder Suiten mit Küchenzeile, Lounge und kostenlosem Highspeed WLAN in zentraler Lage, perfekt für längere Aufenthalte oder Work and Stay Reisen. Preis ab rund 90 Euro/Nacht.
  • Hotel Stadthaus Erlangen: Ein charmantes Boutique Hotel im Zentrum, wenige Gehminuten von Altstadt und Botanischem Garten entfernt. Helle und modern ausgestattete Zimmer mit persönlichem Service und gemütlicher Atmosphäre. Preis ab etwa 110 Euro/Nacht.

Altstadt von Erlangen – Besonderheiten und Wissenswertes

Die Altstadt von Erlangen ist ein Ort, der sich nicht aufdrängt. Wer Spektakel sucht, wird hier nicht fündig. Wer genauer hinsieht, allerdings schon. Denn Erlangens Zentrum lebt von einer seltenen Mischung aus Klarheit, Alltagsintelligenz und leiser Ironie. Nichts ist zufällig, aber vieles wirkt entspannt. Die Stadt meint es ernst mit sich selbst, ohne sich wichtig zu nehmen. Aufmerksamen Betrachtern fällt sofort die Übersichtlichkeit auf. Die Altstadt lässt sich erlaufen, durchdenken, durchradeln.

Überraschend ist das harmoische Nebeneinander von Wissenschaft und Alltag. Die Universitätsgebäude stehen nicht abseits, sondern mittendrin. Hörsäle, Bibliotheken und Seminarräume teilen sich die Straßen mit Bäckereien, Kneipen und Apotheken. Das erzeugt eine Atmosphäre, in der Denken normal wirkt und Bildung kein Elitenprojekt ist. Wissen gehört hier zum Straßenbild wie Fahrräder und Kaffeebecher. Überhaupt: Fahrräder. Die Altstadt ist weniger Autorevier als Bewegungsraum. Räder dominieren, Fußgänger haben Platz. Das verleiht dem Viertel eine angenehme Entschleunigung, ohne provinziell zu wirken. Wer hier unterwegs ist, bleibt stehen, schaut, hört zu. Die Stadt zwingt niemanden zur Eile.

Eine weitere Besonderheit ist die gastronomische Bodenhaftung. Die Altstadt glänzt nicht mit Szenelokalen, sondern mit Verlässlichkeit. Cafés, Bars und Restaurants sind da, um benutzt und nicht um fotografiert zu werden. Man sitzt dicht, redet viel, diskutiert gern. Große Gesten sind selten, gute Gespräche häufig. Auch der öffentliche Raum ist bemerkenswert. Plätze und Straßen wirken nicht dekoriert, sondern wie Alltagsgegenstände. Markt, Wochenbetrieb, Veranstaltungen – alles greift ineinander. Die Altstadt ist keine Kulisse für Stadtmarketing, sondern ein Arbeitsraum für das tägliche Leben. Das macht sie widerstandsfähig gegen Trends. Hier wird nichts neu erfunden, nur angepasst.

Das vielleicht Bemerkenswerteste an der Altstadt von Erlangen ist ihre Unaufgeregtheit. Sie schreit nicht nach Aufmerksamkeit, sie wartet darauf. Und wer sie sich nimmt, merkt schnell: Diese Altstadt will nicht beeindrucken. Sie will funktionieren. Und genau das tut sie – Tag für Tag, erstaunlich souverän.

Charmante Fassade in der Erlanger Altstadt

Charmante Fassade in der Erlanger Altstadt

Historisches und Geschichte zur Altstadt von Erlangen

Die Altstadt von Erlangen ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis eines seltenen Moments städtischer Entschlossenheit. Ihre Geschichte beginnt dort, wo andere Städte schon längst fertig waren. Während sich andernorts mittelalterliche Gassen durch die Innenstädte schlängeln, entschied man sich in Erlangen für einen Neuanfang mit Lineal. Die alte Siedlung existierte zwar bereits, doch das heutige Stadtbild ist vor allem das Resultat eines radikalen Umdenkens am Ende des 17. Jahrhunderts.

Der Auslöser war politisch und religiös zugleich. Mit der Aufnahme französischer Hugenotten wurde Erlangen zu einem Experimentierraum für Toleranz – und für Stadtplanung. Die neue Altstadt entstand als bewusst angelegte barocke Planstadt: rechtwinklig, übersichtlich, kontrollierbar. Ordnung war kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung für Koexistenz. Wer hier lebte, sollte Platz haben – zum Arbeiten, Beten, Handeln. Erlangen war damit weniger Mittelalterromantik als Programm.

Im 18. Jahrhundert wuchs Erlangen weiter – ruhig, kontrolliert, beinahe sachlich. Mit der Gründung der Universität bekam die Altstadt eine neue Rolle: Sie wurde Denkraum. Bildung zog ein, ohne die gewachsenen Strukturen zu verdrängen. Professoren, Handwerker, Kaufleute lebten Tür an Tür. Die Altstadt wurde zum sozialen Scharnier zwischen Theorie und Praxis. Ein Modell, das erstaunlich stabil blieb.

Krisen blieben nicht aus. Kriege, wirtschaftliche Umbrüche, politisches Wirken hinterließen ihre Spuren. Doch die Altstadt reagierte selten mit Zerstörung, meist mit Anpassung. Sie wurde umgebaut, erweitert, modernisiert – aber nie grundlegend verändert. Selbst die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs trafen Erlangen vergleichsweise moderat. Das historische Gefüge blieb erkennbar intakt.

Heute spiegelt sich die Geschichte der Erlanger Altstadt nicht in spektakulären Einzelbauten wider, sondern im Gesamtbild. Es erzählt von Planung, Aufnahme, Beharrlichkeit. Vielleicht liegt genau darin die Pointe dieser Altstadt: Sie ist historisch, ohne nostalgisch zu sein. Sie erinnert nicht laut, sondern präzise. Wer hier Geschichte sucht, findet keine dramatischen Brüche, sondern eine erstaunlich rationale Kontinuität. Erlangen hat die Altstadt nicht geerbt. Die Einwohner haben sie gestaltet. Und das sieht man ihr an.

Altstadtidylle in Erlangen

Altstadtidylle in Erlangen

Sehenswertes und Interessantes in direkter Nähe zur Altstadt von Erlangen

Wer die Altstadt von Erlangen verlässt, hat noch längst nicht alle Sehenswürdigkeiten hinter sich gelassen. Im Gegenteil. Kaum ein historischer Stadtkern wird so nahtlos von sehenswerten Nachbarn umzingelt. Fünf Orte, ein kurzer Fußweg – und ein überraschend breites Panorama.

  • Gleich hinter dem barocken Schloss beginnt die kontrollierte Entspannung im Schlossgarten. Symmetrische Wege, alte Bäume, Studenten auf Decken – der Schlossgarten ist Erlangens grünes Wohnzimmer. Hier wird gelesen, diskutiert, gedöst. Barocke Ordnung trifft akademische Lässigkeit. Es ist der Ort, an dem selbst Eile kurz unvernünftig wirkt.
  • Ein paar Schritte weiter, und die Welt schrumpft auf Beete und Gewächshäuser. Der Botanische Garten ist kein Event, sondern ein Konzentrat. Pflanzen aus allen Klimazonen stehen hier dicht an dicht, beschriftet, gepflegt, erstaunlich still. Wer meint, Erlangen sei nur rational, sollte hierherkommen. Wissenschaft kann sehr beruhigend sein.
  • Die Hugenottenkirche: Keine Türme, kein Pathos, dafür klare Linien und protestantische Nüchternheit. Die Kirche steht unaufgeregt nahe der Altstadt und erzählt von einer Stadt, die Glauben und Funktion nie gegeneinander ausgespielt hat. Innen wie außen wirkt sie nicht wie ein Monument, sondern wie ein Gotteshaus für jedermann.
  • Kaum verlässt man das dichte Stadtgefüge, öffnet sich die Landschaft. Wiesen, Wasser, Weite. Der Regnitzgrund ist Erlangens Gegenentwurf zur Planung: Natur ohne Inszenierung. Jogger, Spaziergänger, Gedanken – alles darf hier nebeneinander existieren. Die Stadt atmet aus.
  • Früher Industrie, heute Kultur: Das E-Werk. Hier finden Konzerte, Lesungen, Debatten statt. Das E-Werk zeigt, dass Erlangen seine Vergangenheit nicht verklärt, sondern umnutzt. Hier ist die Gegenwart laut, kreativ und manchmal unbequem. Ein selbstbewusster Kontrast zur disziplinierten Altstadt.

Cafés und Restaurants in der Altstadt von Erlangen

In der Altstadt von Erlangen gibt es zahlreiche Cafés und Restaurants, die dazu einladen, einen Besuch entspannt bei Speisen und Getränken ausklingen zu lassen.

  • Altstädter Schießhaus
    Klassisch fränkisch mit moderner Note: In historischen Kellern serviert das Schießhaus regionale Küche, deftige Klassiker und saisonale Specials in rustikal gemütlicher Atmosphäre.
    Adresse: Altstädter Schießhaus, An den Kellern 30, 91054 Erlangen | in Google Maps ansehen ->
  • Restaurant Grauer Wolf
    In der Altstadt bietet dieses beliebte Haus kreativ interpretierte regionale Küche mit frischen Zutaten an. Die warme, einladende Atmosphäre macht es zum Treffpunkt für Genießer, die eine Kombination aus Tradition und Moderne lieben.
    Adresse: Restaurant Grauer Wolf, Hauptstraße 80, 91054 Erlangen | in Google Maps ansehen ->
  • Ristorante Goldener Hecht da Cesare
    Italienische Klassiker im Herzen der Altstadt: Von hausgemachter Pasta bis knuspriger Pizza landet hier italienisches Lebensgefühl auf dem Teller, begleitet von freundlichem Service und gemütlichem Ambiente.
    Adresse: Ristorante Goldener Hecht da Cesare, Glockenstraße 8, 91054 Erlangen | in Google Maps ansehen ->
  • Restaurant Muskat
    Stilvolles Restaurant mit abwechslungsreicher, international inspirierter Küche und kreativen Gerichten. Es ist die ideale Location für Mittagessen, Dinner oder einen Aperitif zwischendurch.
    Adresse: Restaurant Muskat, Hauptstraße 60, 91054 Erlangen | in Google Maps ansehen ->
  • Restaurant Palmyra
    Syrische Küche mit authentischem Geschmack und herzlicher Gastfreundschaft: Hier duftet es nach Gewürzen, Hummus und frischem Fladenbrot – ein exotischer Genuss mitten in der Altstadt.
    Adresse: Restaurant Palmyra, Einhornstraße 9, 91054 | in Google Maps ansehen ->
  • Kitzmann Bräuschänke
    Tradition trifft Geselligkeit: In dieser kultigen Bräuschänke gibt es fränkische Braukultur, deftige Brotzeiten und regionale Klassiker in lebhafter, ungezwungener Atmosphäre – ein Stück Erlanger Lebensgefühl.
    Adresse: Kitzmann Bräuschänke, Südliche Stadtmauerstraße 25, 91054 Erlangen | in Google Maps ansehen ->

Die Top-Sehenswürdigkeiten in Erlangen im Überblick

Erlangen beeindruckt mit einer kompakten, aber facettenreichen Auswahl an Sehenswürdigkeiten, die sich bequem an einem Tag erkunden lassen. Die Altstadt von Erlangen bildet das pulsierende Zentrum. Direkt angrenzend überzeugt der Schlossgarten mit grünen Ruheinseln, mit symmetrischen Wegen und alten Bäumen. Das Stadtmuseum Erlangen erzählt lebendig die Geschichte der Stadt und macht historische Zusammenhänge greifbar. Wer Natur liebt, sollte den Botanischen Garten der Universität besuchen, der mit exotischen Pflanzen und thematischen Beeten fasziniert. Ein witeres Highlight ist der Skulpturengarten Heinrich Kirchner, der moderne Kunst in naturnaher Umgebung präsentiert. Nicht zuletzt ist die Hugenottenkirche, ein architektonisches Zeugnis der religiösen Toleranz und ein ruhiger Ort zum Innehalten.


Hugenottenkirche Erlangen

Hugenottenkirche Erlangen

Mitten in der barocken Planstadt Erlangen steht die Hugenottenkirche, nüchtern, hell, beinahe trotzig schmucklos – ein Gotteshaus wie ein Kommentar zur Geschichte. Sie wurde gebaut für Glaubensflüchtlinge aus Frankreich, Protestanten, die Ludwig XIV. nach der Aufhebung des Edikts von Nantes verjagte. Markgraf Christian Ernst nahm sie auf, nicht aus reiner Nächstenliebe, sondern mit dem scharfen Blick eines Landesvaters, der wusste, dass verfolgte Handwerker, Kaufleute und Gelehrte eine Stadt schneller voranbringen als fromme Absichten allein.


Schlossgarten Erlangen

Schlossgarten Erlangen

Wer Erlangen verstehen will, sollte im Schlossgarten beginnen. Zwischen barocken Hecken, knirschendem Kies und ehrwürdigen Baumriesen entfaltet sich hier das kleine große Drama dieser Stadt: der ewige Versuch, Ordnung und Freiheit miteinander zu versöhnen. Angelegt im 18. Jahrhundert als repräsentatives Aushängeschild der Markgrafen, dient der Schlossgarten heute als grüne Verhandlungsebene zwischen Joggern, Studenten, Eltern mit Kinderwagen und jenen, die einfach nur in Ruhe auf einer Bank sitzen wollen.


Botanischer Garten Erlangen

Botanischer Garten Erlangen

Gegründet im 19. Jahrhundert, als Forscher noch mit Notizbuch und Tropenhelm unterwegs waren, ist der Botanische Garten in Erlangen bis heute ein Ort wissenschaftlicher Ernsthaftigkeit. Kaum hat man das schmiedeeiserne Tor hinter sich gelassen, scheint der Lärm der Stadt auf Zimmerlautstärke gedimmt. Stattdessen: Palmen, Farnwedel, Nutzpflanzen mit kolonialer Biografie und unzählige Blumen. Auf gerade einmal zwei Hektar versammelt sich hier die botanische Weltordnung, sorgfältig etikettiert, lateinisch korrekt und angenehm entschleunigt.


Stadtmuseum Erlangen

Stadtmuseum Erlangen

Erlangen ist vieles: Universitätsstadt, Siemens-Stammsitz, fränkische Wohlfühlzone mit ambitioniertem Fahrradverkehr. Doch wer wissen will, wie aus dem barocken Planquadrat und der Hugenottenzuflucht eine Stadt mit Hightech-Aura wurde, landet zwangsläufig im Stadtmuseum. Es ist der Ort, an dem Erlangen sich selbst beim Werden zusieht – manchmal stolz, manchmal ein wenig selbstironisch, meist erstaunlich lebendig.


Skultpurengarten Heinrich Kirchner

Skultpurengarten Heinrich Kirchner

Zwischen Wegen und Wiesen, abseits des innerstädtischen Betriebs, tritt die Zeit im Skultpurengarten Heinrich Kirchner ein wenig zurück – nicht aus Nostalgie, sondern aus Respekt. Kirchners Figuren aus Bronze stehen nicht dekorativ einfach herum, sie zeigen Präsenz. Sie sind da, wie Menschen eben da sind: schweigend, aufrecht, manchmal schwermütig, manchmal überraschend gelassen. Der Skulpturengarten ist kein Ort des Spektakels. Er verlangt Zeit, und er belohnt sie.


Die Suchboxen oben sowie die mit einem Sternchen (*) markierten Links sind sogenannte Provisions- oder Affiliate-Links. Wenn Sie auf einen dieser Links klicken und anschließend etwas auf der verlinkten Webseite buchen, erhalten wir eine Vermittlungsprovision vom Anbieter. Dies hat keine Auswirkungen auf den Buchungspreis, es entstehen Ihnen somit keinerlei Nachteile.